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„Wohnen im Alter“: Ein Vorzeige-Projekt aus Elze

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Dank für die geleistete Arbeit: Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer überreicht Petra Wilke-Fischer, zuständige Architektin für das Projekt „Wohnen im Alter“, einen Blumenstrauß. Foto: Kuhlemann
Dank für die geleistete Arbeit: Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer überreicht Petra Wilke-Fischer, zuständige Architektin für das Projekt „Wohnen im Alter“, einen Blumenstrauß. Foto: Kuhlemann

ELZE Ein dickes Lob, einen großen Blumenstrauß und einen kräftigen Applaus von den Mitgliedern des Elzer Sozialausschusses gab es bei der Sitzung im Rathaus für Petra Willke.Fischer, die das Modellprojekt „Wohnen im Alter“ nicht nur betreut, sondern auch zum erfolgtreichen Abschluss gebracht hat. Die Architektin hat in der Zeit von November 2012 bis April 2015 das Projekt „generationsübergreifendes, bedarfs- und altersgerechtes Wohnen in Elze“ ausgebaut.

In einem kurzen Rückblick erinnerte Willke-Fischer daran, dass sie in der Saalestadt ein Projekt aufbauen sollte, das es bis dahin nur in Hildesheim gegeben hatte. Nach anfänglicher Skepsis habe sie die Elzer mehr und mehr von der Idee des gemeinsamen Wohnens im Alter überzeugen können. „Viele Bürger haben sich engagiert und eingebracht, um sich für ihren Wohnort stark zu machen“, nannte sie Werner Jünemann als „Zugpferd“ für eine starke Crew. Auch Andreas Fromme von der Stadtverwaltung sei mit seinem Fachwissen eine große Hilfe gewesen. „Über die eigentliche Arbeit brauche ich nicht viel zu sagen, das Team um Veronica Büschgens ist gut aufgestellt“, so Willke-Fischer, die sich zuversichtlich gibt, dass das „Vorzeige-Projekt“ weiterlaufen werde. Mittlerweile hätten sich 30 Helfer gefunden, die bereits mehr als 70 Vermittlungen vorgenommen hätten. Auch der Ladentreff an der Hauptstraße werde gut angenommen, hier müsse noch die ehrenamtliche Wohnberatung intensiviert werden. Als Höhepunkt der Projektphase bezeichnete Willke-Fischer das Gemeinschafts-Wohnprojekt in Zentrumsnähe, das in absehbarer Zeit fertig sein wird. „Eigentlich ist so etwas nur in großen Städten möglich, aber zum Glück haben wir Menschen gefunden, die ihre eigenen Häuser aufgeben, um gemeinsam in einer großen Anlage zu wohnen“, sagte die Architektin. Zwar hätten die Interessierten aus Elze und Umgebung eine niedrige Miete vorausgesetzt, doch auch das Hindernis konnte überwunden werden, weil Bauherr Albert Fischer darauf einging. Schon jetzt kündigte Petra Willke-Fischer einen Tag der offenen Tür für Sonnabend, 10. Oktober, an. „Elze hat einen wichtigen Schritt in die Zukunft getan – viele andere Gemeinden beneiden uns um die Nachbarschafts- und Generationenhilfe“, so Willke-Fischer. Sie wünscht der Generationenhilfe, dass sie weiterhin die Unterstützung von Politik und Verwaltung erfährt, wie bisher. Ganz abgeschlossen ist das Projekt für die Architektin noch nicht. „Jetzt wäre ein Förderverein gut, am besten mit einer engagierten oder einem engagierten Vorsitzenden – möglichst noch im nächsten halben Jahr. „Das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung zeigt einmal mehr, dass Elzer etwas Besonderes sind“, betonte Bürgermeister Rolf Pfeiffer, der sich bei Petra Willke-Fischer für das Engagement mit einem Blumenstrauß bedankte. Die Bildung des „Netzwerkes Zukunft“ mit mittlerweile 30 Helfern in drei Teams sei erstaunlich.

Ein weiterer Punkt der Sitzung des Bauausschusses war die Versetzung von Karin Windhausen. Die bei der Elzer Verwaltung für Bau- und Grundstücksangelegenheiten zuständige Stadtoberinspektorin möchte auf eigenen Wunsch ab 1. August in Uetze arbeiten, um kürzere Fahrten zu haben und nebenbei mehr Geld zu verdienen. Sowohl Wolfgang Thiesemann (SPD), als auch Ariane Brandes (UWE) und Ausschussvorsitzender Albert Wille (CDU) zollten ihr eine kompetente sowie zielstrebige Arbeitsweise – und zeigten Verständnis für ihre Entscheidung.

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