Pastor Dirk Glanert findet klare Worte beim Neujahrsempfang in Sehlde

„Wir müssen uns mit uns selbst versöhnen“

Zahlreiche Gemeindeglieder aus Sehlde, Mehle, Esbeck und Wülfingen folgen der Einladung der Kirchenvorstände zum Neujharsempfang in der Sehlder Liebfrauenkirche. Fotos: Fritzsche

SEHLDE Mit einer kleinen Tüte Teddybären und einem Jahreskalender für jeden Besucher des Neujahrsgottesdienstes der evangelischen Kirchengemeinde Mehle-Sehlde-Esbeck-Wülfingen begrüßte Pastor Dirk Glanert die vielen Gäste in der Sehlder Liebfrauenkirche. „Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“, lautete die auf dem Kalender aufgedruckte Jahreslosung, die auch Thema des gut besuchten Gottesdienstes war.

„Die einzelnen Bären, die sich nicht nur in der kleinen Tüte befinden sondern auch als Bild den Kalender verzieren, stehen für die vielen Seiten, die jeder Mensch hat und die nicht immer gleich auf den ersten Blick bzw. Biss jedem auch schmecken“, führte Glanert aus, der außerdem feststellte, das mit dem Beginn des neuen Jahres nun eine lange Zeit vor jedem liegt, in der er seine eigenen Wünsche und Vorstellungen realisieren kann. „Stillstand blockiert, Aufbruch ist Leben“, so die Aussage des Pastors, der weiter ausführte, dass ein Leben ohne Menschen, die einen begleiten und tragen, kein richtiges Leben sei und einem mitunter auch Menschen begegnen, mit denen man sich nicht auf Anhieb gut verstehe und die einem mit ihrer Art Dinge an- und auszusprechen schon mal in Rage bringen können.

„Nicht alles dürfen wir persönlich nehmen“, gab Dirk Glanert den Neujahrsgottesdienst-Besuchern mit auf den Weg. „Wir müssen uns mit uns selbst versöhnen, uns mit unseren eigenen Fehlern annehmen – und dann können wir den Menschen, die uns nicht auf Anhieb liegen, mit Gelassenheit entgegentreten.“ Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes oblag dem Sehlder Posaunenchor sowie dem Querbeet-Chor.

Beim anschließenden Neujahrsempfang stellte Mehles Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann fest, dass mit 2014 ein bewegtes und bewegendes Jahr zu Ende gegangen ist, das sich mit vielen Fragezeichen, vielen Aufgaben aber auch mit Grund zur Zuversicht verabschiedet habe.

„Trotz aller Probleme wie zum Beispiel die Ebola-Epidemie, der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland und auch die jüngsten Terror-Ereignisse dürfen wir das Positive wie etwa das 25. Jubiläum des Mauerfalls nicht vergessen“, führte Thiesemann auf, der vom weltlichen Geschehen auch einen Blick auf die örtlichen Begebenheiten richtete.

„Als Ortsvorsteher standen für mich der Erhalt der Mehler Grundschule und der jetzt beschlossene Neubau des Feuerwehrhauses sowie die große Beteiligung der Bürger bei dem Thema Sued-Link und den Windkraftanlagen im Vordergrund“, erklärte der Ortsvorsteher, der allen Bürgern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Sinne des Gemeinwohls dankte.

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