Hartungs-Weg im Mehler Wald wird saniert / Vorarbeiten laufen

„Wir haben bald wieder einen schönen Waldweg“

Bezirksförsterin Johanna Dreps-Kahl klärt über die Baumaßnahme entlang des Hartungs-Wegs auf. Dort werden derzeit Büsche und Jungwuchs entfernt. Foto: Siedlaczek

MEHLE Wer derzeit einen Spaziergang durch den Mehler Wald plant, könnte dort die eine oder andere Baumaschine sehen und hören – und das aus gutem Grund, wie Bezirksförsterin Johanna Dreps-Kahl erklärt: „Wir bereiten gerade die Sanierung des Hartungs-Wegs vor.“

Im Sommer soll der Waldweg nahe Mehle erneuert, ausgebaut und verbreitert werden. Eine Maßnahme, die nötig war: „Der Weg ist stark beschädigt“, weiß Dreps-Kahl, was nicht nur für Fahrzeuge des Forstbetriebs, sondern auch für Wanderer oder Jogger problematisch sei. Mit der Sanierung soll sich das nun ändern. „Der Weg wird ausgebaut, und die Wasserführung wird verbessert“, erklärt die Bezirksförsterin. Konkret bedeutet dies, dass zunächst rechts und links vom Weg fünf Meter Busch- und Jungwuchs entfernt werden.

„Das sieht auf den ersten Blick ein wenig wüst aus, wird aber aus gutem Grund gemacht“, so Dreps-Kahl. Nötig sei nämlich das Schaffen eines Lichtraumprofils: „Der Weg benötigt Licht, um zum Beispiel nach starken Regenfällen zu trocknen“, berichtet Dreps-Kahl. Ist ein Abtrocknen nicht möglich, weiche der Boden auf. „Wenn dann Lastwagen bei der Holzabfuhr den Weg befahren, hinterlassen sie tiefe Furchen, beim nächsten Regen entstehen kleine Pfützen, das stehende Wasser dringt nach und nach in den Wegekörper ein und so vergrößern sich die Schäden immer weiter“, erklärt die Bezirksförsterin.

Nach der Sanierung soll der Weg über genug Raum und Licht verfügen. „Wir haben dann einen schönen, an den Kanten abgerundeten Waldweg von dem alle Besucher des Waldes profitieren können“, ist sich Dreps-Kahl sicher. Der Weg selbst werde, inklusive Graben und Bankette, nach der Sanierung eine Breite von gut 4,50 Meter haben, was auch die Abfuhr von Holz und die Lagerung am Wegrand dauerhaft erleichtere. Das Holz, das in dieser Woche rechts und links vom Waldweg entfernt wird, geht in den heimischen Markt: „Das hochwertige Holz geht in die deutsche Möbelindustrie, das etwas schlechtere in die Spanplattenproduktion“, erklärt Dreps-Kahl.

Finanziert wird die Sanierungsmaßnahme, die im Sommer an die vorbereitenden Maßnahmen anschließt und rund drei Wochen in Anspruch nehmen wird, von der Elze-Mehle-Forstinteressentenschaft. „Die Kosten belaufen sich auf rund 130 000 Euro, werden aber auch staatlich gefördert“, sagt die Bezirksförsterin, der es vor allem wichtig ist, auch die Besucher des Waldes über die Maßnahme zu informieren. „Der Weg ist derzeit voll gesperrt und sieht auch ziemlich wüst aus“, so Dreps-Kahl. Aber das werde sich nach der Fertigstellung ändern, und dann steht einem Waldspaziergang nichts mehr im Weg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare