LDZ-Gespräch mit Sorsums Ortsvorsteher: „Anliegen werden manchmal nicht zeitnah abgearbeitet“

Wille: „Helfende Hände sind bei uns immer vorhanden“

Eine Herzensangelegenheit: Ortsvorsteher Albert Wille macht sich dafür stark, dasss der Kindergarten in Sorsum noch lange erhalten bleibt. Foto: Fritzsche

Sorsum 2015 war nach Aussage von Sorsums Ortsvorsteher Albert Wille ein eher ruhiges Jahr: „Wir hatten unsere regelmäßigen Veranstaltungen, aber keine großen Feste oder Baumaßnahmen im Ort.“

Man kenne sich, und man helfe sich, beschreibt er die Gemeinschaft der rund 270 Sorsumer. „Speziell die Ortsfeuerwehr Sorsum/Wittenburg ist sehr aktiv mit ihrer Grünkohlwanderung, dem Skat- und Knobelabend, dem Osterfeuer oder der Veranstaltung zum 1. Mai. Das DRK Sorsum/Wittenburg engagiert sich sehr für die Kinder, organisiert den Laternenumzug oder mal ein gemeinsames Dorffrühstück und dann haben wir auch noch ein paar Geflügelzüchter im Dorf“, so Wille. Wenn es etwas zu tun gebe, dann wären helfende Hände immer da, lobt der Ortsvorsteher: „Wobei es oft immer ein harter Kern an Menschen ist, die dann zur Stelle sind.“

Das Herz von Albert Wille schlägt besonders für die weitere Gestaltung des Ortes. „Ein paar Ideen sind da. Man könnte die weitere Gestaltung an der aufgestellten Sitzbank in Angriff nehmen oder die Feldwege nebst Bepflanzungen mit entsprechenden Pflegemaßnahmen versehen.“ Auch sei der Aufbau einer Schaukastenreihe auf dem Dorfplatz etwas, was sich Albert Wille gut vorstellen könnte. „Die Balken dafür liegen schon gesichert in der Scheune.“ Im Rahmen der Dorferneuerung würde er sich wünschen, wenn die Straße „Am Dehnenfeld“ noch mit saniert werden würde. „Mir ist bekannt, dass die Anwohner das nicht mit ganz so viel Begeisterung sehen würden wie ich. Aber die Straße muss einfach mal gemacht werden. Hier besteht eine Unfallgefahr für die Fußgänger.“ Dass 2016 die „Wittenburger Straße“, also quasi Sorsums Hauptstraße, vom Landkreis aus mit einem neuen Fahrbahnbelag versehen werden soll, das ist etwas, worauf sich der Ortsvorsteher freut. Abwartend steht Albert Wille dagegen der Ankündigung seitens der Elzer Stadtverwaltung entgegen, dass die Wohnung oberhalb des Sorsumer Kindergartens als „Notfall-Unterkunft“ für Flüchtlinge bereitgehalten wird. „Zehn Jahre stand die Wohnung leer. Und dann erfährt man über Umwege davon, dass hier eventuell eine Flüchtlingsfamilie einziehen soll. Hier habe ich die direkte Info von der Stadt vermisst“, stellt Wille fest: „Eine Nutzung der Wohnung durch Flüchtlinge wäre unglücklich. Der Flur des Hauses muss dann von den Flüchtlingen gemeinsam mit den Mitarbeitern des Kindergartens genutzt werden, die dort den Zugang zu ihren Personalräumen haben.“ Einen aktuellen Stand der Dinge hat der Ortsvorsteher allerdings im Moment auch nicht, und so wartet er hier die weitere Entwicklung ab. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Elze ist grundsätzlich gut“, macht Wille deutlich. „Man kennt die Mitarbeiter schon ziemlich lange. Manchmal ärgert es, das Anliegen die dort vorgebracht werden, nicht zeitnah abgearbeitet werden. Aber letztendlich passiert es dann doch irgendwann und im Großen und Ganzen läuft das echt gut“, so Wille.

Als Wunsch für Sorsums Zukunft liegt dem Ortsvorsteher auf alle Fälle der Erhalt des Kindergartens am Herzen, in dem momentan 45 Mädchen und Jungen betreut werden. „Diese Einrichtung muss einfach noch ganz lange erhalten bleiben“, so Wille, der sich auch schon so seine Gedanken hinsichtlich der bevorstehenden Kommunalwahl gemacht hat. „Ich habe kurz vor Weihnachten signalisiert, dass ich auch weiterhin zur Verfügung stehen würde. Doch darüber entscheiden letztendlich die Wähler. Allerdings würde ich es begrüßen, wenn zwei Sorsumer Vertreter zukünftig im Elzer Stadtrat vertreten sein könnten.“

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