Premiere: Casting für Vorlesepfad beim Wittenburger Opern- und Operettensommer 2015

Wilhelm Busch mal polyglott

Alexander Senger zeigt Alexandra Zelm, welche Textstelle sie aus dem Buch von Wilhelm Busch beim Casting lesen soll.

ELZE / WITTENBURG Wer kennt sie nicht, die Lausbubengeschichten von Max und Moritz, die aus der Feder von Wilhelm Busch stammen. Im Juli werden einige davon beim „Wittenburger Opern- und Operettensommer“ zu hören sein. Dazu gab es gestern eine Premiere: Wer am Vorlesepfad im Klostergarten auf der Finie teilnehmen möchte, musste sich bei einem Casting im Bürgertreff qualifizieren.

„Lesen und Vortragen ist eine Kombination, die passen muss“, sagt Alexander Senger, gemeinsam mit seiner Frau Bettina Delius künstlerischer Leiter des Musiktheaters „Operamobile“, das in diesem Jahr zum wiederholten Male in der Wittenburger Kirche gastiert. Schon bei der Ankündigung des Castings beim Pressetermin in der Wittenburger Kirche (die LDZ berichtete) äußerte Senger den Wunsch, dass der Vorlese-pfad mindestens an einer Station polyglott, also mehrsprachig sein möge. Am besten sollten die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch und Latein verwendet werden. Zur Erinnerung: Geplant ist, dass vor den um 15 Uhr beginnenden Nachmittagsvorstellungen am 18. und 19. Juli jeweils ein Vorlesepfad im Klostergarten angeboten wird, bei dem Bürger jeden Alters aus Elze und den Ortsteilen Auszüge von Geschichten von Wilhelm Busch vorlesen. „Wenn wir mehr Kandidaten als benötigt vortreffen, könnten wir auch vor anderen Vorstellungen einen Vorlesepfad anbieten, der in mehrere Stationen eingeteilt wird“, so Senger. Der künstlerische Leiter des Wilhelm-Busch-Vorlesepfads, Schauspieler Arnold Hofheinz, konnte wegen anderer Verpflichtungen gestern nicht dabei sein, wird aber die Aktion im Klostergarten begleiten.

Alexander Senger zeigte sich erfreut über die Beteiligung beim Casting. Künstler Ditmar Wrede, der zurzeit Skulpturen in der Wittenburger Kirche ausstellt, las „Pfannkuchen und Salat“ sowie Auszüge aus der „Frommen Helene“, ehe Familie Bartels zum Zuge kam: Erst las Ben Streiche von Max und Moritz allein auf deutsch, dann mit seiner Mutter Svenja polyglott – er auf englisch und sie auf deutsch. Svenja Bartels würde auch in türkischer Sprache vorlesen, doch dazu muss Alexander Senger noch den entsprechenden Text besorgen. Maria Kaufhold gab als Leseprobe „Plisch und Plum“ zum Besten, ehe Werner Ramm aus Groß Escherde das „Ständchen“ vortrug. Alexandra Zelm, die wie Kaufhold und Ramm dem Seniorenensemble „La Musica“ angehört, las das Vorwort zu Max und Moritz. „Alle sind qualifiziert“, freute sich Alexander Senger nach dem Casting. Die Auserwählten werden an insgesamt fünf Stationen des Wilhelm-Busch-Lese-pfads Werke des Dichters vortragen. Dazu werden sich noch Grundschüler aus Elze und Mehle gesellen (ein Casting-Termin hierfür steht noch nicht fest), die teilweise auch Auszüge aus dem umgeschriebenen Abendlied „Hansl und Gretel“ singen werden, wie Senger verriet.

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