Umweltverschmutzer entsorgen säckeweise Abfall am Radweg zwischen Elze und Wülfingen

„Wilder Müll“ kann teuer werden

„Wilder Müll“: Unbekannte haben in den vergangenen Tagen und Wochen blaue und gelbe Säcke einfach an der alten Bundesstraße 3 entsorgt. Auch ein Stapel Porzellanteller (kleines Bild) liegt am Rand des Radwegs. Fotos: Kuhlemann

ELZE Einen weiteren Fall von Umweltverschmutzung in der Region Elze hat jetzt eine Joggerin gemeldet, der auf dem Radweg parallel zur Bundesstraße 3 zwischen Elze und Sorsum (alte B 3) mehr als 15 blaue und gelbe Säcke aufgefallen sind. Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Wochen hatten Unbekannte 200 Autoreifen in der Feldmark entsorgt.

Was hat die Läuferin gesehen? Mehrere unterschiedlich große Säcke mit verschiedenen Inhalten, unter anderem Hausmüll, Alufelgen und andere Gegenstände. Neben einem gelben Sack liegen sogar mehrere weiße Porzellanteller auf einem Haufen.

„Das ist eine Schweinerei“, sagt Daniel Symolka, bei der Stadtverwaltung in Elze für Ordnungsangelegenheiten zuständiger Fachdienstleiter. Seiner Auskunft nach gibt es eine klare Trennung: „Innerhalb geschlossener Ortschaften ist die Stadt zuständig, die dann den Bauhof mit der Entsorgung des Mülls beauftragt. Außerhalb der Ortschaft geht die Zuständigkeit zum Landkreis Hildesheim über, der wiederum den Abfallzweckverband mit dem Beseitigen des Unrats beauftragt“, so Symolka zu dem Vorfall, der sich seiner Ansicht nach in den vergangenen Tagen ereignet haben muss. Er sei verärgert darüber, dass man gegen die Umweltsünder nur dann vorgehen könne, wenn man ihnen die Tat beweisen könne. Sachdienliche Hinweise sind unter der Telefonnummer 05068/46421 möglich.

„Das liegt schon länger da, außerdem ist es im Laufe der Zeit mehr geworden“, weiß Peter Hilse, der bei Spaziergängen mit seinem Hund immer wieder am „Schandfleck“ neben dem Radweg vorbeigeht. „Das ist eine Frechheit“, sagt der Elzer, der kein Verständnis für die Müllentsorgung hat – schließlich habe jeder Bürger eine eigene Mülltonne und sei für die Entsorgung zuständig. Seiner Meinung nach müsse man die Übeltäter ordentlich bestrafen. Wenn ein Umweltsünder erwischt wird, kann der Verstoß gegen das Abfallgesetz teuer werden: „Bei einer Menge von mehr als zwei Kilogramm Hausmüll beispielsweise beträgt das Bußgeld, je nach Menge, 80 bis 1 000 Euro, bei Sperrmüll bis zum Umfang von bis zu fünf Kubikmeter 200 bis 2 000 Euro – im Wiederholungsfall sogar mehr“, informiert eine Mitarbeiterin der Ordnungswidrigkeitenstelle des Landkreises Hildesheim. Die Höhe des Bußgeldes richte sich außerdem danach, ob es etwa scharfkantige Gegenstände oder gar Schadstoffe sind.

Wer einen Fall von Umweltverschmutzung bemerkt, sollte sich bei der Polizei (in Elze unter der Telefonnummer 05068/93030) melden, die wiederum versucht, Anhaltspunkte für den Verursacher zu finden.

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