Thomas Lopp vom Polizeikommissariat Elze informiert Eltern über mögliche Gefahrenquellen im Internet

Wenn der falsche Klick zum Problem wird

Interessiert lauschen die Eltern in der Mehrzweckhalle der Grundschule Mehle den Ausführungen zum Thema Kriminalität im Internet. Dabei erhalten sie auch den ein oder anderen Tipp. Fotos: Korn

ELZE Über die möglichen Fallstricke, die im Internet lauern und wie Nutzer vorbeugen können, damit sie nicht Opfer von Kriminellen und trickreichen Abzockern werden, informierte jetzt Thomas Lopp vom Polizeikommissariat Elze interessierte Eltern. Eingeladen zu der Veranstaltung in der Mehrzweckhalle in Mehle hatte die Grundschule An der Linde.

Ob Phishing-Attacken, BKA-Trojaner, gefährliche Links oder in Dateianhängen versteckter Schadcode: Die möglichen Fallen im Netz beziehungsweise die Gefahr, zum Opfer zu werden, ist täglich präsent, wer sich im Netz sicher bewegen will, sollte die Gefahrenquellen kennen und sich und den Rechner entsprechend absichern, nannte Lopp die wichtigste Grundregel zum Umgang mit diesen Bedrohungen: „Im Netz kann nichts mehr gelöscht werden, das Internet vergisst nichts“, riet der Beamte nicht zuletzt auch zum verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Daten, beispielsweise in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Google oder Twitter. Bei gefälschten Rechnungen und Mahnungen, die Internetnutzern unverhofft ins E-Mail-Postfach flattern, gilt: „Nicht darauf reagieren, Anhänge keinesfalls öffnen“, warnte der Polizeibeamte: „Ohne es zu wissen, können Sie zum Beispiel auf verbotenen Seiten mit Kinderpornografie landen.“ Katrin Fromme, Schulleiterin in Mehle, betonte: „Wir als Eltern müssen gut informiert sein, damit wir unseren Kindern zeigen können, worauf sie unbedingt achten müssen, um keine bösen Überraschungen zu erleben“, appelliert die Pädagogin. Um den Eltern einen Einblick in diese wichtige Materie zu geben, hatte sie die Vortragsveranstaltung organisiert und mit Thomas Lopp von der Polizei einen erfahrenen Kenner der Materie gewonnen. Lopp berichtete aus seiner dienstlichen Praxis: „Wir haben mit Fällen von Internetbetrug täglich zu tun.“

Die Aufklärungs- und Präventionsarbeit sei daher sehr wichtig im Kampf gegen die Internetkriminalität: „Trotz aller Information und Aufklärung tappen immer wieder Menschen in solche Fallen“, weiß der Diplom-Verwaltungswirt aus dem Alltagsgeschäft. Deshalb hält er Vorträge zu diesem Thema in der Region, ist Gast bei Vereinen oder Verbänden, um seine Zuhörer mit Beispielen zu sensibilisieren: „Da gibt es die Leute, die bei Ebay Ware bezahlt haben und hinterher nichts bekommen genauso wie Bankkunden, die den Betrügern selbst in die Hand arbeiten, indem sie ihre Daten auf einer echt aussehenden, gefälschten Seite „ihres“ Geldinstitutes eingeben und dann böse abgezockt werden und finanziellen Schaden erleiden“, erzählte der Beamte von ihm bekannten Vorkommnissen. Damit gerade Kinder und Jugendliche für die Gefahren, die im Web lauern können, besser gerüstet sind, gelte für die Eltern: Achtsam sein, hinschauen und nachfragen. „Es geht keinesfalls darum, das Netz irgendwie zu verteufeln, sondern darum, sich gut zu informieren, aufzupassen und vorzubeugen“, betonten Thomas Lopp und Katrin Fromme übereinstimmend.

„Leider werden die Tricks der Betrüger immer ausgefeilter, da kann ein falscher und unbedachter Klick schnell zum Problem werden“, so Lopp. tom

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