Vor fünf Jahren sorgten die Trassenvarianten von Wahle-Mecklar für Aufsehen / Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren

Wann verschwindet die Leitung?

Die alte 220 kV-Leitung führt direkt über das westliche Stadtgebiet von Elze. Foto: Mosig

ELZE Derzeit wird über Sued-Link und die Erdverkabelung diskutiert. Doch wer erinnert sich noch an „Wahle-Mecklar“? Im Sommer 2010 sorgte (ebenfalls) TenneT mit der Prüfung von Trassenvarianten für die Verbindung Wahle-Mecklar für Wirbel in der Region. Bürgerinitiativen formierten sich, Politiker gingen auf die Barrikaden.

Nun wurde damals die Trassenvariante über Lamspringe auserkoren, aber unabhängig davon wurde damals eines erklärt: die alte 220 kV-Leitung, die über Elze entlangführt, könnte verschwinden: egal, wo die Trasse Wahle-Mecklar gebaut wird. In der Elzer Beschlussvorlage Nummer 52 aus dem Jahr 2010 heißt es: „Durch das Leinetal führt die bestehende 220 kV-Leitung Lehrte-Godenau-Sandershausen, die im Wesentlichen 1929 in Betrieb genommen wurde und für die in den nächsten Jahren insgesamt eine Ablösung erforderlich ist. Die Restlebensdauer der bestehenden 220 kV-Leitungen Lehrte-Godenau-Sandershausen wird durch Instandsetzungen in den nächsten Jahren auf 2015/16 verlängert. Die Aussage in den Antragsunterlagen von TenneT lassen die Vermutung zu, dass die vorhandene 220 kV-Leitung wohl bei allen Varianten zurückgebaut werden kann.“

Die 220kV-Leitung steht noch. Warum? Weil der Trassenbau Wahle-Mecklar immer noch nicht abgeschlossen ist. Die geplante Trasse wurde in vier Abschnitte aufgeteilt. Für Abschnitt A (Umspannwerk Wahle-Umspannwerk Lamspringe) ist das Genehmigungsverfahren eröffnet, Abschnitt B (Umspannwerk Lamspringe-Umspannwerk Hardegsen), C (Umspannwerk Hardegsen-niedersächsisch-hessische Landesgrenze) und D (niedersächsisch-hessische Landesgrenze- Umspannwerk Mecklar) befinden sich in den Planfeststellungsverfahren: B seit Mai 2014, C und D seit März 2015. Wenn alle von dem Bauvorhaben berührten öffentlichen und privaten Belange in angemessener Weise gegeneinander abgewogen und widerstrebende Interessen bestmöglich ausgeglichen worden sind, endet das Verfahren mit dem Planfeststellungsbeschluss. Im Anschluss kann mit der Projektumsetzung begonnen werden.

Die Elzer werden diesen Prozess im Auge behalten müssen, damit die Leitung bald verschwinden kann. Wer weiß, wie lange sie mit Blick auf den Beschluss von 2010 noch lebensfähig ist...

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