„FriedensDekade“ in der Peter-und-Paul-Kirche

Die wahre Bedeutung von Solidarität

In besinnlicher Atmosphäre sprechen die Teilnehmer der „FriedensDekade“ über die Bedeutung von Solidarität. Foto: Corcilius

ELZE Seit mehr als 30 Jahren wird in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag in einer gemeinsamen Aktion von evangelischen und katholischen Christen die „FriedensDekade“ gefeiert, deren Träger die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) sind.

In diesem Jahr haben die Initiatoren die Frage in den Raum gestellt, was es in der heutigen Zeit bedeute, solidarisch zu sein. Für 2013 konnte Prof. Dr. Margot Käßmann als Schirmherrin gewonnen werden. In Elze findet die ökumenische Kampagne seit mehr als 15 Jahren statt. Viele Jahre versammelten sich die Christen in dieser Zeit jeden Abend mit brennenden Fackeln zum gemeinsamen „Schweigen für den Frieden“ und begaben sich anschließend zur Andacht in die Peter-und-Paul-Kirche. Seit vergangenem Herbst treffen sie sich direkt im Gotteshaus.

Die Resonanz sei zurückgegangen, meint Peter Schenk. „Das war zu ungemütlich draußen“, bringt es eine Teilnehmerin, die jedes Jahr dabei ist, auf den Punkt. Die Andachten finden auch nicht mehr täglich statt: In diesem Jahr sind es nur drei Termine, die von Gläubigen ausgerichtet werden.

Den Beginn machte der „Frauengesprächskreis“ der katholischen Kirchengemeinde. Das erste Mal wird die Andacht nicht im Altarbereich gehalten, sondern die 22, ausnahmsweise nur weiblichen, Anwesenden bilden einen Halbkreis um den siebenarmigen Leuchter in der Gebetsecke rechts neben dem Eingang. Sie denken darüber nach, was es bedeutet, solidarisch zu sein mit Verfolgten, die Zuflucht suchen: In diesem Fall mit Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland Syrien.

Viele der Anwesenden sind seit Jahren oder sogar seit Beginn der Friedensaktion dabei. „Ich finde es wunderschön, dass man hier so eine besinnliche Atmosphäre hat“, fasst eine Frau während des anschließenden Gesprächs bei einer Tasse Tee in Worte, was viele empfinden. Natürlich kommen auch immer wieder Interessierte dazu, wie die Dame, die erzählt: „Ich bin heute das erste Mal da und werde auch zu den nächsten beiden Andachten kommen.“

Am heutigen Montag, 18. November wird Lektor Peter Schenk eine weitere Andacht halten. Beginn ist um 18.15 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare