Ab 1. Januar kürzere Öffnungszeiten – aber intensivere Beratung

Volksbank-Vorstand steht zum Standort in Mehle

Kürzere Öffnungszeiten, aber intensivere Beratung bei der Volksbank-Filiale in Mehle (v.l.): Volker Fischer (Vorstand), Friedel Schwabe (Marktbereichsleiter Mehle), seine Mitarbeiterin Elke Kaufel und Marco Weßling (Vorstand). Foto: Kuhlemann

Im Gespräch mit Mehles Marktbereichsleiter Friedel Schwabe wird schnell deutlich, dass die Servicezeiten ab 1. Januar reduziert, die Beratungszeiten jedoch nicht geringer werden – eher noch individueller. Die neuen Öffnungszeiten sind montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 9 bis 12 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr.

Was hat sich geändert? Die Öffnungszeiten am Mittwoch und Freitag entfallen komplett. Personelle Einschränkungen wird es in Mehle nicht geben: Friedel Schwabe wird weiter von seinen Mitarbeiterinnen Ute Deutschmann und Elke Kaufel unterstützt. „Wichtig sind die Ansprechpartner vor Ort“, wissen Fischer und Weßling. Die Gründe für die verringerte Servicezeit liegen auf der Hand: Die Selbstbedienungsquote für Barverfügungen ist um 90 Prozent und die Überweisungsquote um 77 Prozent gestiegen. Homebanking ist bei immer mehr Kunden angesagt.

Doch Volker Fischer betont, dass dem Vorstand die Erhaltung der örtlichen Infrastruktur in Mehle am Herzen liegt: „Während deutschlandweit viele kleine Filialen schließen, wollen wir ein Zeichen setzen – wir bleiben“, so Fischer. Als Beispiele nennt er unter anderem die Hannoversche Volksbank und die Hypo-Vereinsbank Niedersachsen, bei denen von acht auf drei Filialen reduziert wurde. Als Auslöser dafür nennt er die Europäische Zentralbank mit ihrer Niedrigzins-Politik. „Was beispielsweise für Griechenland oder Portugal Medizin ist, ist für uns Gift. Vertrauen lässt sich nicht durch Nullzinsen ersetzen“, so Fischer weiter. Warum die Vorstandsmitglieder stolz auf den Standort Mehle sind, belegen Zahlen: Acht von zehn Mehlern sind Kunden der Volks- und Raiffeisenbank Leinebergland, 900 von 1 100 Einwohnern vertrauen „ihrer“ Bank und sorgen für ein Kundenwertvolumen von 20 Millionen Euro. Die Tradition wird also fortgesetzt: Was im Jahr 1921 als eigenständige „Spar- un Darlehenskasse Mehle“ gegründet worden war, bleibt nach zwei Fusionen weiterhin als beständige Filiale erhalten.

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