Figuren aus der berühmten Serie sind Teil pädagogischer Konzepte

Vier Jahrzehnte Sesamstraße

ELZE Seit mehr als 40 Jahren ist die Sesamstraße Bestandteil moderner Kindererziehung. Figuren wie Ernie und Bert, Elmo oder Samson sind noch heute Kult und begeistern Groß und Klein. Die besondere Strahlkraft dieser Figuren machen sich heutzutage viele Institutionen zu Nutze, um wichtige Werte an die Kinder zu vermitteln.

So zum Beispiel auch „Die Grashüpfer“ in der DRK-Kindertagesstätte in Elze. Durch das Auseinandersetzen mit Emotionen und Benimmregeln sollen die Kinder auf den Schulalltag vorbereitet werden. Zudem werden im „Effekt-Interkulturell“-Kursus spielerisch das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt und zusammen mit den Eltern mögliche Erziehungsprobleme gelöst. Begleitet werden sie bei der „Entwicklungsförderung in Familien: Eltern- und Kindertraining“, kurz „Effekt“, von Ernie und Bert. Die beiden beliebten Figuren aus der „Sesamstraße“ dienen in Form von Handpuppen als Ansprechpartner in den Gruppenveranstaltungen für Respekt und Toleranz. So wird schnell klar, dass auch nach 40 Jahren die Kultsendung um die Puppen von Jim Henson noch heute in den Kinderzimmern einen wichtigen Platz einnimmt.

Es war der 10. November 1969, als die „Sesame Street“ zum ersten Mal über die amerikanischen Bildschirme flimmerte. Nur zwei Jahre hat es gedauert, bis auch die deutschen Kinder in den Genuss von Geschichten rund um die Figuren Bibo, Oscar und die Bewohner der Straße Bob und Herrn Huber kamen.

Über die Jahre unterzog sich aber auch hierzulande die Sesamstraße einer steten Anpassung an die Jugendkultur und die Bedürfnissen junger Menschen. Heute ist die Sesamstraße wie selbstverständlich im Internet präsent und nutzt das moderne Medium auch in seinen Sendungen. Das überzeugt und kommt bei der Jugend gut an.

Und so ist es diese Popularität, gemeinsam mit der neuen Vorbildfunktion der liebenswürdigen Figuren, die die Sesamstraße heute, wenn auch auf anderem Weg, pädagogische Werte in die Kinderzimmer und Kindertagesstätten tragen lässt. Dabei bleibt es inzwischen in den seltensten Fällen beim bloßen Zählenlernen zusammen mit Graf Zahl und Ernie – das Auseinandersetzen mit Problemsituationen und das Lernen, auch emotional mit ihnen umzugehen, ist über die Jahre verstärkt in den Mittelpunkt gerückt. Und so wundern sich auch die Kinder in der DRK-Kintertagesstätte Elze nicht, dass sie nach vier Jahrzehnten Sesamstraße, ähnlich wie einst ihre Eltern, glücklich in die Augen der bunten Figuren blicken dürfen. Dabei sind diese über die Jahre zwar nicht älter, aber sicherlich anders geworden, als noch vor 40 Jahren. cv

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