Elzes kommissarischer Vorsitzender Holger Hümpel schwer enttäuscht

VHHG-Aktionen schon vor dem Winter auf Eis gelegt

Bleibt in diesem Jahr im Container: Der Adventskalender des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe (VHHG) in Elze, den der kommissarische Vorsitzende Holger Hümpel präsentiert. Foto: Kuhlemann

ELZE Rosen am Muttertag, Mühlenfeldfest, „Langer Donnerstag“ – alles Veranstaltungen des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe, die in diesem Jahr nicht stattgefunden haben. Und auch den Adventskalender mit dem Weihnachts-Gewinnspiel wird es nicht geben, auch wenn jetzt eigentlich die Zeit dazu ist. Warum? „Der Vorstand hat zu wenig Unterstützung bekommen“, sagt der kommissarische Vorsitzende Holger Hümpel enttäuscht.

Oder in anderen Worten „Die VHHG-Aktionen waren schon vor dem Wintereinbruch auf Eis gelegt“, so Hümpel, der schon im vergangenen Jahr seinen Rücktritt angekündigt hatte, falls nicht mehr Engagement seitens der VHHG-Mitglieder an den Tag gelegt würden. „Mir hat wohl keiner zugehört, denn in diesem Jahr hat sich nichts getan, aber es scheint auch niemand etwas zu vermissen“, ärgert sich Hümpel. Zum Beispiel darüber, dass nach dem Ausscheiden von Kassenwartin Bianca Saschenbrecker kein anderer sich bereiterklärt hat, den Posten zu übernehmen. Momentan nimmt Hümpel mehrere Posten ein, lediglich die zweite Vorsitzende Astrid Stichweh-Lange stehe ihm zur Seite. „Wir sind allein nicht in der Lage, alles zu wuppen. Ich habe schon vor langer Zeit gesagt, ich bräuchte mehr Zeit“, so Hümpel, der damit nicht nur seine Firma Elektramation im Mühlenfeld meint, sondern auch sein Engagement beim THW Elze in Sachen Flüchtlingshilfe. „Wir haben in den vergangenen Monaten Flüchtlinge aus etwa 20 Zügen in Elze empfangen und weitergeschickt, so der VHHG-Chef zum „Drehkreuz Bahnhof Elze“, wo das THW unter anderem für die Technik und die Zelte zuständig ist.

Zwar sei ihm Mitarbeit im VHHG angeboten worden, so etwa von der Stadtverwaltung und der Firma Albert Fischer, doch Hümpel erwartet Unterstützung aus den Reihen des Gewerbevereins. „Meine Enttäuschung wächst von Aktion zu Aktion, die nicht stattfindet“, betont Hümpel, der die Geschäftsleute aus Elze daran erinnert, dass man die Stadt attraktiv machen müsse, um Kunden in die Läden zu locken – unter anderem auch durch die seit Jahren bekannten VHHG-Aktionen, wie den Adventskalender mit angeschlossenem Gewinnspiel. Die mangelnde Bereitschaft, mit anzupacken, vergleicht Hümpel etwa mit einer Fußballmannschaft, die zwar einen 20-köpfigen Kader habe, aber immer nur mit acht Spielern antrete. Hümpel sieht sogar die Zukunft des Gewerbevereins ernsthaft gefährdet. Er gibt jedoch die Hoffnung nicht auf, dass sich spätestens bis zur Versammlung im Frühjahr Freiwillige finden, die sich im Vorstand engagieren. Bei benachbarten Vereinen funktioniere es doch schließlich auch, so der „Noch-VHHG-Chef“ abschließend.

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