Traditionelles Braunkohlessen als Dankeschön für die „enge Zusammenarbeit“

Verlässliche Partner des THW

Bürgermeister Rolf Pfeiffer: „So manche Kleinigkeit leistet das THW für die Stadt Elze.“

ELZE Eine überaus beliebte Tradition: Einmal im Jahr lädt das THW Elze zum Braunkohlessen ein – und zwar „die Menschen, die uns tagtäglich helfen“, informierte THW-Ortsbeauftragter Holger Hümpel am Rande der Veranstaltung, zu der sich am Freitagabend knapp 40 Gäste einfanden. Darunter Vertreter der benachbarten Kommunen, der Feuerwehr und Polizei und der hiesigen Unternehmenswelt.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten Holger Hümpel und sein Team eine besondere Überraschung parat: Die Technik des Elzer THW ist um einen Quadrocopter im Wert von etwa 6 000 Euro erweitert worden (die LDZ berichtete). Viel Technik steckt in dem kleinen Flugobjekt, das besonders bei unübersichtlichen Lagen erste Bilder aus der Höhe liefern soll. Der Quadrocopter dient der Erkundung, denn „die Sicherheit unserer Helfer wird immer wichtiger“, erläuterte Holger Hümpel. Das technische Wunderwerk kann Bilder aus 600 Meter Höhe liefern, darf den gesetzlichen Bestimmungen zufolge aber nur 100 Meter in die Luft steigen. Nicht jeder darf das Gerät steuern. Zuvor bedarf es einer Genehmigung der Luftfahrtbehörde: Holger Hümpel, Markus Waßmannsdorf und Frank Münter vom THW Elze dürfen demnach das Gerät in Höhe steigen lassen. Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Quadrocopter, der Bilder aus der Höhe auf einen Monitor übertrug. Zwar gab es kleine technische Probleme, doch dies war sicher dem typischen Vorführeffekt geschuldet.

Beim THW-Abend steht die Geselligkeit stets im Mittelpunkt. Dies schätzen die Funktionsträger, wie in den Ansprachen deutlich wurde: „Wie man sieht, kommen wir gern zu dieser Veranstaltung“, betonte Uwe Ippensen, Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim, der gemeinsam mit den Kommissariatsleitern aus Elze, Sarstedt und Alfeld gekommen war. Sogar der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Robert Kruse, ließ es sich nicht nehmen, der Einladung des THW zu folgen. Eigenen Angaben zufolge wolle er damit auch die große Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Polizei und THW unterstreichen. Diese sei für die Polizei „sehr wichtig“, wie er am Rande des Abends verriet: „Das THW hat technische Möglichkeiten, über die die Polizei nicht verfügt“, hob er hervor: „Es ist eine gute, eingefahrene Zusammenarbeit.“ An dem Abend schätze der Polizeipräsident besonders, dass abseits von Formalien die menschliche Ebene im Vordergrund steht. „Das ist hier schon etwas Besonderes“, betonte Robert Kruse. Auch Landrat Reiner Wegner unterstrich „die enge Zusammenarbeit“ zwischen dem THW und dem Landkreis Hildesheim: „Wir können uns auf das THW verlassen, wenn es gebraucht wird.“ Ein Dankeschön richtete er daher an die Einsatzkräfte – für die geleistete Arbeit zum Wohl der Bevölkerung.

Diesen Worten schloss sich Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer an: „So manche Kleinigkeit leistet das THW auch für die Stadt Elze“, dankte der Verwaltungschef dem knapp 100 Mitglieder zählenden Ortsverband. Besonders freute er sich auch darüber, dass die Arbeitgeber der Region an diesem traditionellen Abend teilnahmen: Denn sie seien es, die ihre Mitarbeiter im Ernstfall freistellen würden. „Das ist manchmal nicht einfach. Davon kann auch die Feuerwehr ein trauriges Lied singen“, sagte er. Allerdings könnten sich die Arbeitgeber freuen, wenn sich Mitarbeiter in dieser Form engagieren und hier Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

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