Volksschule Elze: Ehemalige der Abschlussklasse 1970 haben sich viel zu erzählen

Unterhaltsames Klassentreffen

Wiedersehen nach 45 Jahren: Die ehemaligen Elzer Volksschüler haben sich viel zu erzählen – manche Geschichten sind schön, andere traurig.

elze J „Was sind das für Leute? Kenne ich die? Wo sind die Parkaträger mit Beatles-Mähne, mit denen ich vor 45 Jahren die Volksschule verlassen habe? Und wo kommen all die älteren Herren mit Stirnglatze her?“ Diese Fragen haben sich die ehemaligen Elzer Volksschüler gestellt, die sich am vergangenen Sonnabend, 45 Jahre nach ihrer Schulentlassung, in der Saalestadt wieder getroffen haben, darunter auch der Verfasser dieser Zeilen, Gerhard Langfeld.

Dass nichts bleibt, wie es war, hat Liedermacher Hannes Wader schon Anfang der 1970er prophezeit – und Recht behalten. In den 45 Jahren nach Beendigung der Schulzeit hatten sich die Elzer mehrere Male getroffen und jedes Mal große Veränderungen festgestellt. In den Gesprächen waren sie einstimmig der Meinung, dass sich alle in den ersten 25 Jahren nach der Schulentlassung am stärksten verändert hatten. Der Beruf, die Familie und Verantwortung zu übernehmen, hatten alle gezeichnet. In den weiteren Jahren hatten die meisten ihren Weg gefunden, aber auch große und kleinere Blessuren im Laufe der Jahre hinnehmen müssen. Nach einem leckeren Abendessen kehrten die Gedanken und Gespräche zurück in die Vergangenheit. Kopfnüsse und Schläge mit dem Rohrstock in oder auf die Hände gehörten zum Schulalltag. Für wenige Lehrer stand der „kleine Mensch“ im Vordergrund, um den es galt, sich zu kümmern und ihn auf eine gute Lebenszeit vorzubereiten. Natürlich erinnerten sich alle an die Lehrer. Gesten wurden angedeutet, von fliegendem Lehm, von Rohrstockschwingern, vom Drehen und Ziehen an den Ohren gesprochen – und jeder wusste sofort, wer gemeint war. Trauer und Freude liegen nah beieinander. Und es hat die Gruppe sehr berührt, als sie vom Tod einer Klassenkameradin erfuhr. Aber in den Gesprächen war sie dabei – sie ist nicht vergessen.

Als Kinder waren sich nicht immer alle „grün“, waren in Cliquen vereint, aber 45 Jahre danach steht die Gelassenheit im Vordergrund, der Wunsch nach einem Treffen in fünf Jahren. Irgendeiner wird ihn hoffentlich erfüllen...

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