Hobby-Leinwandmalerin aus Langenhagen verwendet bei der Arbeit gern Naturmaterialien

Ulrike Günther zeigt Kunstwerke

Ausstellung im Flur des Pflegeheims „Haus Wülfingen“: Hobbymalerin Ulrike Günther mit Bewohnerin Irmgard Jonas, die ein Bild erworben hat. Foto: Kuhlemann

WÜLFINGEN Andere stehen mitten in der Nacht auf, um sich am Kühlschrank zu bedienen, sie tut es, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen: Ulrike Günther aus Langenhagen ist eine Hobbymalerin, die autodidaktisch arbeitet. Als ihre Schwerpunkte bezeichnet sie Home-Deko und Abstraktes, wobei sie gern mit Acrylfarbe auf Leinwand malt und das Ganze mit Naturmaterialien wie Borken oder Zimtstangen dekoriert.

„Ich erinnere mich noch genau, denn ich war ja dabei“, sagt Ehemann Uwe Günther schmunzelnd. „Es war vor achteinhalb Jahren, da ist sie eines Nachts aufgestanden, um eine Idee auf Papier zu malen. Ein befreundeter Künstler war von dem Werk begeistert und hat sie angespornt, weiter zu machen“, so Uwe Günther.

Auf die Frage, ob sie bereits in der Schule ihr Interesse für Kunst entwickelt habe, kam ein klares Nein. „Ich habe mir alles selbst beigebracht, wollte immer etwas anderes machen, als die anderen Künstler“, sagt die 57-jährige Autodidaktin, die großen Wert darauf legt, nur aus Spaß an der Freude zu malen. Eine Lieblingsfarbe oder -motiv gebe es nicht. Die Gestaltung der Bilder hänge ganz von der Tages-oder Nachtform ab. Auch Freunde und Bekannte hätten sie immer wieder darin bestärkt, weiterzumachen. Mittlerweile malt Ulrike Günther schon seit acht Jahren. Und das in allen möglichen Größen – vom Postkartenformat bis hin zur Postergröße von einem Meter mal 1,80 Meter. Die erste Ausstellung mit eigenen Werken fand bereits 2009 in Langenhagen statt, danach folgten weitere in der Medizinischen Hochschule Hannover, im Rathaus und auch in der Salze-Klinik in Bad Salzdetfurth. Dort „entdeckte“ schließlich Sabine Rieche, Mitarbeiterin des Wülfinger Pflegeheims die Bilder der begeisterten Hobbymalerin und engagierte sie sogleich für das „Haus Wülfingen“:

Seit Mitte Januar und noch bis zum Frühjahr sind rund 30 Bilder, übrigens alles Unikate, in den Fluren der Einrichtung aufgehängt und ausgestellt – Verkauf nicht ausgeschlossen. „Es fällt mir nicht schwer, mich von den Bildern zu trennen, im Gegenteil: Ich freue mich, wenn meine Bilder auch anderen Menschen gefallen“, so Ulrike Günther.

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