Kirchenkreisjugendwart Bernd Rossi wechselt nach Hannover / Abschied am 2. Mai

150 Übernachtungen im Elzer Gemeindehaus

Privat bleibt Bernd Rossi in Elze, beruflich wechselt er nach Hannover. Dort wird er nach 16 Jahren Diakoniearbeit in Elze am 1. Juni Geschäftsführer des evangelischen Landesjugendpfarramts.

ELZE Bernd Rossi ist ein sportlicher Typ. War Leichtathlet beim VfL Wolfsburg, spielte Basketball in der Regionalliga, trainierte die Handballjugend beim MTV Elze. Der nächste Sommerurlaub ist fürs Wandern eingeplant – mit der ganzen vierköpfigen Familie einmal quer über die Alpen.

Beruflich steht er jetzt aber vor einer noch größeren Herausforderung: Nach 16 Jahren als Diakon in Elze wechselt er nach Hannover, um dort Geschäftsführer im evangelischen Landesjugendpfarramt zu werden.

Als er im Herbst 1999 von der Hamelner Jugendwerkstatt in die Peter- und Paul-Gemeinde kam, startete Rossi als klassischer Gemeindediakon. 2002 wurde er Kirchenkreisjugendwart und übernahm somit auch viele Verwaltungs- und Leitungsaufgaben. Darüber hinaus engagierte er sich in seiner Freizeit in den Leitungsgremien des Kirchenkreises, besonders im Kirchenkreistag und dort im Finanz- und Planungsausschuss.

Seit 2008 ist er Mitglied der Landessynode, die über die Finanzen und Gesetze der Landeskirche entscheidet. „Demokratie funktioniert nur über viel Arbeit. Und man muss viel Zeit investieren“, ist der 44-Jährige überzeugt. Der ursprüngliche Impuls sei der Wunsch gewesen, die diakonische Arbeit zu vertreten, sagt Rossi. „Aber ich versuche immer, das Ganze im Blick zu haben.“ Insofern passt es gut, wenn er zum 1. Juni die Leitung des Landesjugendpfarramts antritt: Politische Vertretung, Finanzen, die Betreuung der Landesjugendkammer und der beiden Jugendhöfe auf Spiekeroog und Verden sowie die Organisation von Landesjugendcamps werden dort zu seinen Aufgaben gehören –„und viel Beratung in den Kirchenkreisen“, fügt er hinzu. Er wolle „rechtzeitig etwas Neues anfangen, bevor man ermüdet von dem, was man macht“.

Allerdings sei ihm der berufliche Abschied von Elze –privat wird er der Stadt treu bleiben – schwer gefallen. Vor allem die Arbeit mit den Konfirmanden werde er sehr vermissen. Die habe sich in den zurückliegenden 16 Jahren sehr verändert – von wöchentlichen Terminen hin zu Kompakt-Wochenenden mit Übernachtungen im Gemeindehaus. Er habe einmal nachgerechnet und sei auf die Zahl von rund 150 Nächten gekommen, die er selbst im Gemeindehaus verbracht habe, verrät der Diakon.

Die Block-Wochenenden kämen den Jugendlichen viel mehr entgegen, sagt Rossi, und freut sich: „Daraus hat sich auch ein dicker Mitarbeiterstamm ergeben.“ Rund 50 Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich heute ehrenamtlich in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit.Dass er nun wechselt, habe für einige Überraschungen gesorgt, berichtet er. „Du gehörst doch zum Inventar!“, habe eine Kollegin gesagt. „Da habe ich gedacht: Alles richtig gemacht“, meint Rossi, „denn Inventar wollte ich nie sein.“

Am Sonnabend, 2. Mai, wird er mit einem Gottesdienst um 16 Uhr in der Peter- und Paul-Kirche offiziell verabschiedet.

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