„Netzwerk Zukunft Elze“ eröffnet im September den Ladentreff an der Hauptstraße / Hilfesuchende zusammenbringen

Ein Treffpunkt für alle Generationen

Endlich ein Zuhause: Das Netzwerk Zukunft zieht in seinen Ladentreff an der Hauptstraße. Am 13. September ist die Eröffnung, bis dahin soll die Schrift an der Fassade kleben. Fotos: Vogelbein

ELZE Das „Netzwerk Zukunft Elze“ ist ein mutiges Projekt der Saalestadt. Seit mehr als einem Jahr sind Initiatorin Petra Willke-Fischer und ihre Helfer an mehreren Stellen damit beschäftigt, die Frage zu beantworten, wie das Zusammenleben der Elzer Bürger in Zukunft aussehen könnte. Mit der Generationenhilfe und der Eröffnung des Ladentreffs an der Hauptstraße wird die erste Idee nun Wirklichkeit.

Am 13. September geht es offiziell los. Dann eröffnet an der Hauptstraße 6 der Generationentreff des Elzer „Netzwerk Zukunft“. Es soll ein Treffpunkt für die werden, die Hilfe suchen, und für jene, die Hilfe anbieten wollen. „Unser Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung aller Generationen“, will sich Initiatorin Willke-Fischer bewusst von anderen Angeboten in der Nachbarschaft absetzen. Seit rund drei Wochen laufe bereits eine Testphase, die zeige: „Die Bürger sind neugierig.“ Die Generationenhilfe in Elze ist ein Modellprojekt mit Strahlwirkung für den gesamten Landkreis, erhofft sich Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer. „Eine solche Nachbarschaftshilfe ist im kleinen Elze einfacher möglich. Auch deshalb wurden wir für die Modellphase ausgewählt und werden von der Städtebauförderung unterstützt.“ Mieterin des Hauses an der Hauptstraße bleibt auch weiterhin die Stadt Elze. Die schlauchartige Raumaufteilung kommt dem Konzept dabei zugute. „Wir haben den Treff in verschiedene Stationen eingeteilt“, erklärt Willke-Fischer. Nach dem Empfangsraum mit Sitzmöglichkeiten und allerlei ausliegendem Informationsmaterial folgt ein Seminarraum mit langer Sitztafel und Präsentationsmöglichkeiten. Neben Informationsveranstaltungen sollen dort auch Schulungen für die Helfer stattfinden.

Diese werden auch notwendig, denn zur Sicherung der Qualität und dem Schutz vor Ausbeutung schließen die ehrenamtlichen Helfer einen Vertrag mit dem Netzwerk und der Stadt, der sie zur Verschwiegenheit und zum verantwortungsbewussten Handeln verpflichtet.

Der gute Nachbar

Trotzdem möchte der Generationentreff an der Hauptstraße Hürden auf beiden Seiten nehmen und es den Hilfesuchenden, aber auch den Helfenden so einfach wie möglich machen, zueinander führen. Für die Startphase haben sich zehn Elzer als Helfer bereitgestellt und die ersten Verträge unter Aufsicht von Bürgermeister Pfeiffer unterzeichnet. Weitere Helfer sollen schon Anfang September folgen. Auch sie werden nach einer kurzen Ersteinweisung über die wichtigsten Voraussetzungen für die ehrenamtliche Arbeit informiert. Der dann geschlossene Vertrag sichert Themen wie Datenschutz und Verantwortlichkeit für beide Seiten ab. „Das bedeutet aber nicht, dass jemand zum Helfen verpflichtet wird. Alles passiert auf freiwilliger Basis“, betont Sabine Kullmann vom Laden- und Schulungsteam. Trotzdem entstehe schon recht früh ein sehr persönlicher Kontakt, der Absicherung notwendig macht.

Doch neben der direkten Hilfe soll auch die Nachbarschaftshilfe grundsätzlich gefördert werden. Zu diesem Zweck sollen in Zukunft beispielsweise Erzähl- und Frauencafés oder ein Repariertreff angeboten werden. „Oft ist eine solche locke Runde die beste Möglichkeit, um eigene Hürden zu überwinden und sich mit Freuden oder Sorgen an andere Menschen zu wenden“, erklärt Kullmann. Das ist auch möglich, weil sich im hinteren Teil des Ladentreffs eine vollständige Küche befindet – und die Stadt das Ausschenken genehmigt.

Wer ebenfalls mitarbeiten möchte oder ganz einfach neugierig auf die Arbeit des „Netzwerk Zukunft Elze“ geworden ist, der kann entweder am 13. September in der Zeit von 11 bis 14 Uhr im Ladentreff vorbeischauen, oder sich direkt an das Netzwerk selbst unter der Telefonnummer 05068/46464 wenden. Dann gibt es auch weitere neue Informationen zu gemeinsamen Wohnprojekt.

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