Elzer Betrieb mit Sitz in Worcester will wieder mehr Personal einstellen

Tränental durchschritten: Froude Hofmann im Aufwind

Zu Testzwecken auf einem Lkw-Rollenprüfstand: Ein Lastwagen des THW-Ortsverbands Elze. Martin Hermann (r.) und Holger Jarosch (Mitte) erklären dem Ortsbeauftragten Holger Hümpel das Verfahren.

ELZE Die Firma Froude Hofmann GmbH in Elze, Teil der englischen HWH Investements in England, befindet sich im Aufwind: Nach Auskunft von Geschäftsleiter Martin Hermann und Operating-Manager Holger Jarosch habe das Unternehmen am Heilswannenweg, bei dem zu Spitzenzeiten knapp 200 Mitarbeiter beschäftigt waren, das wirtschaftliche Tal der Tränen durchschritten, sodass die 20 Beschäftigten nicht mehr ausreichen, um alle Aufträge abarbeiten zu können.

Und: Wie gut es der Firma geht, zeigt eine Prämien-Ausschüttung in 2012. „Alle haben zum Aufschwung beigetragen, also sollten auch alle einen Leistungsbonus erhalten“, erklärt Hermann die Vorgehensweise. Froude Hofmann entwirft, produziert und liefert ein umfangreiches Programm von End of Line-Testsystemen für die Automobilindustrie, Luftfahrt, Marine und industrielle Märkte.

Die Test-Systeme bestehen aus einer Vielzahl von Rollenprüfständen und zum Beispiel Fahrwerkeinstellprüfständen sowie High-Tech-Steuerung und Datenerfassung-Software. Das Unternehmen hat Produktionsstätten in Großbritannien und Nordamerika mit Vertriebs- und Service-Zentren in Australien, Brasilien, China, Frankreich, Indien, Südkorea und Spanien. „Wir haben unsere Kern-Mannschaft in Elze behalten und arbeiten mit externen Firmen zusammen, auch aus dieser Region“, informiert Martin Hermann. Die mechanische Fertigung selbst würde in Elze nicht mehr vorgenommen, allerdings die Softwareentwicklung, Konstruktion, Montage und das Testen der Anlagen. „Keine Anlage geht ungeprüft raus“, versichert Hermann. „Wir produzieren maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden, um sicherzustellen, dass ihre Testanforderungen erfüllt sind“, fügt der Diplom-Ingenieur hinzu. Abhängig sei die Lösung unter anderem von den Größen der Fahrzeuge, von den Radständen und anderen Faktoren. Es gebe nicht nur Prüfstände für Autos und Lastwagen, sondern auch für Traktoren und Gabelstapler. Die Preise der Anlagen würden sich zwischen 300 000 und anderthalb Millionen Euro bewegen. Bei der Belegschaft des Betriebs in Elze habe sich viel getan, wie Martin Hermann informiert: „Wir haben stark verjüngt und wollen diesen Weg weitergehen“.

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