Dunkle Jahreszeit

Elzer Polizei rät zu abschließbaren Fenstergriffen

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Leisten „Keinbruch“-Aufklärungsarbeit auf dem Edeka-Parkplatz: Christine Jahnke (l.), Leiterin des Kriminalermittlungsdienstes bei der Polizei Elze, informiert mit Uwe Klingebiel die Bürger – hier Friederike Schenk.

Elze – Wohnungseinbrüche werden das ganze Jahr über verzeichnet – besonders jedoch in der „dunklen Jahreszeit“. Aus diesem Grund fahren die so genannten „Tageswohnungsstreifen“ der Polizei vermehrt mit dem Streifenwagen durch die Wohngebiete, erklärt Christine Jahnke von der Polizei Elze.

2018 habe man den tiefsten Stand bei Einbrüchen seit zehn Jahren gehabt. Doch es gebe immer eine Wellenbewegung. „Leider können wir für unseren Bereich sagen, dass die Wellenbewegung in diesem Jahr schon wieder leicht nach oben geht“, so Jahnke. 2018 wurden im Bereich des Polizeikommissariats Elze insgesamt 19 Wohnungseinbrüche verzeichnet, von denen vier Tageswohnungseinbrüche waren. Aufklärung sei immer noch das A und O, zumal die Beamten bei Wohnungseinbrüchen auf die Hilfe der Bürger angewiesen sind, betont die Leiterin des Kriminalermittlungsdienstes der Saalestadt. Und was die Hilfe angeht, spricht sie direkt ein Lob aus: „Die Bürger arbeiten ja schon gut mit.“ Wichtig ist ihr aber noch einmal zu unterstreichen, dass bei Feststellungen – wie etwa bei ungewöhnlichen Geräuschen oder wenn fremde Leute plötzlich um das Haus schleichen, die man nicht zuordnen kann – sofort die 110 anzurufen ist und nicht erst eine Stunde später – dann nämlich sind vermeintliche Einbrecher oft schon längst wieder verschwunden. „Dann sollte man das lieber einmal überprüfen lassen“, rät Jahnke. Oft helfe es auch, wenn sich Bürger in dem Fall das Kennzeichen notieren oder mit dem Handy, das man ja eigentlich immer parat hat, schnell ein Foto schießt. Es gelte jedoch immer die Prämisse, sich nicht selbst zu gefährden, betont Jahnke. Kriminaloberkommissar Uwe Klingebiel und Christine Jahnke können aber auch sagen, dass die Bürger gut nachgerüstet haben, was den Schutz des Eigenheims in puncto Fenster und Türen angeht. Große Angriffspunkte seien bei Einbrechern ältere Schiebtüren, im Visier stünden immer noch Nebeneingänge und Terrassentüren, die gut gesichert sein sollten, rät Uwe Klingebiel. Auch was die Haustür angeht, sei es mit dem „einmal ins Schloss fallen lassen“, nicht getan: „Man muss den Schlüssel mindestens einmal umdrehen, ansonsten fällt auch der Versicherungsschutz weg“, erklärt Christine Jahnke.

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