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Tierschädel und Trommeln ziehen ins Museum ein

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Premiere: Uwe Tischewitsch aus Elze, hier mit Bildern zum Flugzeugabsturz des Künstlers Joseph Beuys, wird ab Sonntag, 19. April, erstmals Werke im Elzer Heimatmuseum präsentieren. Foto: Kuhlemann
Premiere: Uwe Tischewitsch aus Elze, hier mit Bildern zum Flugzeugabsturz des Künstlers Joseph Beuys, wird ab Sonntag, 19. April, erstmals Werke im Elzer Heimatmuseum präsentieren. Foto: Kuhlemann

ELZE „Schamanismus – Vergangenheit und Gegenwart“, so heißt das Thema, mit dem sich der Hobbykünstler Uwe Tischewitsch aus Elze beschäftigt. Seine Auswahl, die sich aus selbst erstellten und gesammelten Exponaten zusammensetzt, wird ab Sonntag, 19. April, im Elzer Heimatmuseum zu sehen sein. „Ich freue mich schon auf die Premiere, denn in der Saalestadt hatte ich noch keine Ausstellung“, sagt der 55-jährige ausgebildete Theaterpädagoge, der sich auch als Kampfkunsttrainer einen Namen gemacht hat.

Darüber hinaus ist Tischewitsch Gesundheitspraktiker der deutschen Gesellschaft für alternative Medizin. Er hat eine Heilpraktikerausbildung absolviert und setzt daher auf die Selbstheilungskräfte von Patienten, um die Chancen auf die Gesundung zu erhöhen. „Das kann allerdings nur funktionieren, wenn der Patient die Ganzheit von Körper, Seele und Geist erreicht“, weiß der Elzer, der keine Heilversprechen machen kann, weil „letztendlich alles in der Hand Gottes liegt“. Die Botschaft der Schamanismus-Ausstellung liegt für den Künstler darin, Selbstheilungskräfte anzuregen und die Seele positiv zu stimmen. „Ich hoffe, dass die Besucher nicht zu negativ an die Sache herangehen, denn Schamanismus hat nichts mit Hexerei oder schwarzer Magie zu tun, wie es die Menschen im Mittelalter angenommen hatten“, erklärt Tischewitsch. Seiner Auskunft nach betrachte der Schamanismus Gott nicht als personifizierte Einheit mit langem weißem Bart, sondern in allem, was die Menschen umgibt, sogar im dünnsten Grashalm. Schamanismus sei keine Religion, sondern eine Technik, die seit 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Schulmedizin gleichgestellt ist. Schamanismus ist nach Aussage von Tischewitsch das älteste Heilungssystem der Welt, das auf die Jungsteinzeit zurückgeht. In einem Wikingergrab sei eine Panflöte gefunden worden, jenes Hirteninstrument, das nicht dazu diene, Konzerte zu geben, sondern dem Spielenden dazu dient, mit der Natur in Einklang zu gelangen.

Was wird der Elzer im Museum präsentieren? Bilder (Acryl auf Jute), Skulpturen und Schnitzereien aus Holz, dazu kommen indianische, nepalesische, tibetische und schamanische Trommeln. Außerdem wird Tischewitsch einige Tierschädel zeigen, die eine Leihgabe des Elzers Rainer Rosenfeld sind. Dabei handelt es sich etwa um einen Stierschädel, aber auch um heimische Exemplare, die schamanische Kräfte entfalten sollen. „Jeder hat ein Krafttier, ein so genanntes Totem. Ein einfaches Beispiel ist der Teddy, den die Kinder etwa zum Einschlafen benötigen oder den sie in den Arm nehmen, wenn sie sich anlehnen wollen, um Kraft zu tanken. Nicht zuletzt werden neuerdings wieder bei Krankenwagenfahrten Teddys an junge Patienten verteilt“, informiert Tischewitsch. Auch der Osterhase (der Name stammt von der Frühlingsgöttin „Ostara“) sei ein solches Krafttier.

Interesse? Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 19. April, um 15 Uhr.

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