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Tablets in Kinderhänden

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Konzentriert meistern die Drittklässler der Elzer Grundschule die Aufgaben, die ihnen in dem auf den Tablets installierten Lernprogramm beispielsweise zur Rechtschreibung gestellt werden. Foto: Zimmer
Konzentriert meistern die Drittklässler der Elzer Grundschule die Aufgaben, die ihnen in dem auf den Tablets installierten Lernprogramm beispielsweise zur Rechtschreibung gestellt werden. Foto: Zimmer

ELZE Die Nutzung von Tablets im Schulunterricht ist mittlerweile schon fast gar nichts Neues mehr. Sie werden genutzt, um Präsentationen vorzubereiten und zu halten, oder um Grafiken zu erstellen. Zudem gewährleisten sie bei Bedarf einen schnellen Zugriff aufs Internet – in höheren Jahrgängen. Nun aber wird der Tablet-Unterricht auch vermehrt in Grundschulen eingesetzt.

So auch in der Astrid-Lindgren-Schule in Elze, die einen Klassensatz Lerntablets von der Niederländischen Firma „Snappet“ für einen Monat kostenfrei zur Verfügung gestellt bekam. Seit etwa zwei Wochen nutzen einige Klassen des zweiten bis vierten Jahrgangs die kleinen, handlichen Computer nun schon.

Zu diesen Klassen gehört auch die 3b, die mit den Tablets mehrfach wöchentlich für je eine Schulstunde Lernprogramme zu den Fächern Deutsch und Mathe nutzt. Die Übungen, die auf den Tablets installiert sind, wurden von Pädagogen entwickelt, und die Tablets sind so konzipiert, dass sie hauptsächlich zum Nutzen verschiedener Lernprogramme dienen.

„Die Kinder lieben das natürlich“, sagt Klassenlehrerin Petra Busche, die dabei das spielerische Lernen im Blick hat. „Natürlich soll das Arbeiten mit den Tablets nicht den normalen Unterricht ersetzen, es soll ein Zusatzangebot sein, um den Umgang mit neuen Medien zu lernen. Ich glaube, dass es eine große Hilfe ist, und es macht die Kinder wirklich fit“, zeigt auch sie sich begeistert von dem neuen Projekt.

Da der Umgang mit mordernen Medien immer gefragter und in vielen Bereichen, vor allem im späteren Berufsleben, schon fast notwendig ist, könne man nicht früh genug anfangen, die Kinder darauf vorzubereiten. Und durch die installierten Lernprogramme würden sie nicht nur den Umgang mit den Tablets lernen, sondern dabei auch ihre eigentlichen Lernfächer nicht vernachlässigen. „Es muss aber auch ein ordentliches Lernprogamm sein“, macht Petra Busche deutlich, dass die neue Art des Unterrichts durchaus ernstzunehmen sei.

Auf einer Internetplattform sind die verschiedenen Aufgaben für die Schüler hinterlegt, und der Lehrer kann vom Pult aus die Aktivitäten und Lernfortschritte der Kinder überprüfen. „Man weiß dann sofort, wer gerade Hilfe benötigt. Jeder kann in seinem eigenen Tempo arbeiten“, nennt Petra Busche Vorteile. Dennoch können die Kinder jederzeit zu ihr kommen, wenn sie nicht weiterkommen oder Probleme mit ihrem Tablet haben. Auch die Eltern hätten sich bisher nur positiv über den kontrollierten Einsatz der Tablets im Unterricht geäußert. „Wir haben jetzt noch keine Umfrage gemacht, aber von dem, was ich gehört habe, sind die Eltern ebenso begeistert wie ihre Kinder“, sagt Petra Busche dazu. „Wir freuen uns, dass die Stadt Elze als Schulträger unsere Schule noch in diesem Jahr mit Lerntablets für die Schüler ausstatten wird, so dass wir die erfolgreich begonnene Arbeit fortsetzen können“, blickt die Klassenlehrerin schon dem nächsten Schuljahr entgegen, in dem die Tablets dann permanent im Unterricht eingesetzt werden können.

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