Sehlde nimmt am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil / Kommission nimmt Elzer Ortsteil ganz genau unter die Lupe

Auf der Suche nach dem Schmuckstück

Sehlder Ortsvertreter um Ortsvorsteher Christian Kroll (3.v.r.) begrüßen die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“: Erster Besichtigungspunkt sind der Kirchplatz und Friedhof in Sehlde mit seinen eindrucksvoll gestalteten Gräbern. Im Anschluss geht es mit dem Planwagen in die umliegende Flora. Foto: Vogelbein

SEHLDE Wie sieht das Dorf der Zukunft aus ? „Grün“, sagt zumindest Gerhard Schütte. Der Kreisheimatpfleger führt derzeit eine Delegation durch verschiedene Ortschaften in der Region. Erstmals beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ dabei ist auch die Elzer Ortschaft Sehlde. „Ich bin etwas aufgeregt“, warnte Ortsvorsteher Christian Kroll die Besucher, um sie im Anschluss mit dem besonderen Geist des Ortes bekannt zu machen. „Wir sind auf der Suche nach Schmuckstücken“, konkretisierte Schütte.

Über Sehlde scheint die Sonne, als ein unscheinbarer Kleinbus vor dem Kirchplatz parkt. Etwa 15 Männer und Frauen steigen aus, an ihrer Brust tragen sie Namensschilder. Aufmerksam blicken sie sich um, lassen die ersten Eindrücke auf sich wirken. Vorneweg geht Gerhard Schütte. Das Ziel des Kreisheimatpflegers ist die Hand von Ortsvorsteher Christian Kroll, die es zu schütteln gilt. „Wir machen das ganz locker“, flüstert er ihm zu. Denn aufgeregt sei er schon, gibt Kroll zu. Schließlich sei man zum ersten Mal dabei, wenn der Landkreis den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auslobt. „Das ist ganz normal bei Erstlingen“, erklärt Schütte.

Der Ortsvorsteher gibt sich viel Mühe, die Quintessenz des Elzer Dorfs zusammenzufassen. Es scheint gelungen: „Sehlde ist ein Dorf, in dem viel und gern gefeiert wird“, nehmen Schütte und seine Jury-Kollegen mit. Noch immer scheint die Sonne. Tagelang hat es zuvor geregnet, davon profitiert die Natur jetzt – und gerade die sei in Sehlde ein „echtes Schmuckstück“, sagt Schütte leise. Der Weg der Delegation führt in die Kirche, zum Kirchplatz, dem neugestalteten Dorfplatz und anschließend auf einen Planwagen. Mit dem geht es quer durchs Dorf und in die Sehlder Wiesen. Da haben Schütte und seine Kollegen schon 27 denkmalgeschützte Objekte im Dorf gesehen. „Das ist bemerkenswert für einen so kleinen Ort“, staunt die Jury. Doch wie werden die alten Gebäude gepflegt ? Wie geht es der Natur im Dorf ? „All" das spielt eine Rolle bei der Bewertung“, erklärt der Kreisheimatpfleger.

Demografischer Wandel und Infrastruktur. Das sind die Zukunftsthemen, auf die es ankommt, und darauf achtet Schütte immer zuerst. Insgesamt besuchen die Reisenden acht Dörfer. Überall, auch in Sehlde, finden sie „kleine Juwelen“. Sehlde ist umringt von einem riesigen Naturschutzgebiet. Wie eine kleine Schatztruhe liegt es da. Das beeindruckt sogar den Kreisheimatpfleger.

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