Annette Jander führt die Gäste aus dem gesamten Landkreis durch die Saalestadt

Standesbeamte lernen Elze kennen

Bei ihnen sagt niemand „Nein“: Die Gruppe der Standesbeamten aus dem gesamten Landkreis Hildesheim kommen bei der Stadtführung mit Annette Jander (5. von rechts) auch am Elzer Heimatmuseum vorbei. Foto: Kuhlemann

elze J Einmal im Jahr treffen sich die Standesbeamten und ihre Stellvertreter aus den Städten und Gemeinden des Landkreises Hildesheim in ihrer Freizeit, um sich beim gemütlichen Plausch über die Geschehnisse in den Rathäusern auszutauschen, aber auch einen abwechslungsreichen Tag mit einem nicht alltäglichen Programm zu erleben.

In diesem Jahr waren die Standesbeamten aus Elze Gastgeber für die 30-köpfige Runde. Aus der Saalestadt waren Rikarda Lehnhoff, Stefanie Müller und Daniel Symolka sowie die Ehemaligen Monika Schriever und August Plate dabei. Außerdem waren Standesbeamte aus den Gemeinden und Städten Gronau (Guido Wennigsen), Nordstemmen (Wilfried Lippmann), Harsum, Sarstedt, Freden, Söhlde, Bockenem, Giesen, Diekholzen, Bad Salzdetfurth und Hildesheim vertreten.

Die Elzer hatten sich überlegt, einen knapp einstündigen Rundgang mit der erfahrenen Stadtführerin Annette Jander vorzunehmen. Seit 2010 zeigt die ausgebildete Gästeführerin sowohl Elzer Einwohnern als auch Auswärtigen markante Stellen und weiß dazu auch aus der Geschichte zu berichten. In diesem Fall war sie in die Rolle der Posthalterwitwe Henriette Sander geschlüpft, um den Gästen die Freuden und Schicksale, die die Elzer in den vergangenen Jahrhunderten erlebten, näher zu bringen. Stationen waren das Rathaus, die Kirche, das Anwesen der Bock von Wülfingen, die Mühle, der Roland- und der Rathausplatz sowie Heimatmuseum mit dem historischen Trauzimmer. Abends ging es dann gemeinsam zu einem Wettbewerb im Schützenclub Elze – dem Glücksscheibenschießen. Zum gemütlichen Abschluss trafen sich alle in der Pizzeria am Papenhof. Unter den Gästen war auch Werner Hilge, Standesbeamter aus Holle. Der heute 67-Jährige hatte das inzwischen regelmäßige Treffen vor mehr als 15 Jahren initiiert, ehe es im jährlichen Wechsel in alle Orte mit Standesämtern ging. Die Beamten haben im Laufe der Jahre viel erlebt. Auf die Frage in die große Runde, bei wem jemand „Nein“ gesagt habe, gab es zwei Meldungen: Bei Ute Lienert aus Söhlde hat ein Bräutigam „Jein“ gesagt und alle verwirrt. Nach dem „Ja“ gab er zu, jetzt eine Wette mit dem Trauzeugen gewonnen zu haben. Bei Dieter Bartels in Hildesheim habe sich ein Paar nicht klar äußern können. Als der Standesbeamte sie rausgeschickt hatte, kamen sie nach weiteren drei Paaren wieder zurück, um ihre Ehe schließlich doch noch zu besiegeln. rk

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