Vereinsvertreter des Ortes freuen sich

DRK spendet „Defi“ für ganz Mehle

Sind sich einig: Vertreter der Mehler Vereine und Verbände im Gruppenraum der Mehrzweckhalle. Fotos: Kuhlemann

MEHLE Der DRK-Ortsverein Mehle hat der Dorfgemeinschaft ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht – einen Defibrillator im Wert von mehr als 1 000 Euro. „Ich hoffe, dass wir das Ding nie brauchen, aber es ist gut zu wissen, dass es da ist“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann beim Treffen der Vereinsvertreter in der Mehrzweckhalle. Dort soll der „Defi“ im Regieraum untergebracht werden, wo er im Notfall für jedermann zugänglich ist, schließlich ist die Halle oft bei Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen belegt.

Thiesemann war einer der zahlreichen Mehler Vereinsvertreter, die sich im Gruppenraum der Mehrzweckhalle getroffen haben, um neben der regelmäßigen Terminabsprache auch zu klären, wo der Defibrillator am sinnvollsten platziert wird. „Wir haben eine große Spende erhalten und uns gedacht, dass wir damit etwas Sinnvolles für die ganze Gemeinde anschaffen“, informierte Burkharde Lange, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Mehle, die große Runde. Lange geht davon aus, dass der bereits bestellte „Defi“ noch vor Weihnachten in Mehle ankommen wird. Die DRK-Chefin bedankte sich auch bei der Volksbank in Mehle, die mit 500 Euro einen „dicken Batzen“ dazu beigetragen habe, das lebensrettende Gerät anzuschaffen. Der „Defi“ kostet nach Informationen von Burkharde Lange etwa 1 000 Euro, dazu kämen noch weitere Utensilien wie etwa Handschuhe, Schere, Desinfektionstücher, Rasierer, Beatmungsmaske. „Wir haben uns erkundigt, niemand muss eine Hemmschwelle beim Bedienen des Gerätes haben, denn das wird gut beschrieben und ist nahezu idiotensicher“, so Lange weiter.

Als Vertreterin der Stadt Elze, der die Halle bekanntlich gehört, und die ihr Einverständnis für die Installation gegeben hat, war Verwaltungsmitarbeiterin Christine Meier vor Ort, um ebenfalls nach dem besten Aufbewahrungsort zu schauen. Alle waren sich einig, dass der „Defi“ nicht im Gruppen- oder Besprechungsraum aufbewahrt werden sollte (wie der Erste-Hilfe-Kasten und eine Trage), sondern im Regieraum direkt am Eingang zum Halleninneren, denn den könne man leichter erreichen. „Gerade beim Herz ist Geschwindigkeit angesagt“, betonte Christine Meier, die durch das Lagern des „Defis“ auch den Grundschulbetrieb nicht gefährdet sieht – im Gegenteil: Der Defibrillator kann auch bei Kindern verwendet werden. Da die Anschaffungskosten geklärt waren, unterhielten sich die Vereinsvertreter über die Folgekosten: Alle zwei Jahre muss der „Defi“ gewartet werden, für Kosten in Höhe von rund 200 Euro, wie Burkharde Lange mitteilte. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Vereine und Verbände das Geld gemeinsam aufbringen könnten, schließlich würde die ganze Dorfgemeinschaft davon profitieren. Wolfgang Thiesemann sagte zudem, dass er versuchen werde, einen Zuschuss von der Stadt zu bekommen. Einig war sich die Runde der Vereinsdelegierten auch darüber, dass der „Defi“, der auch mobil genutzt werden kann, bei Großveranstaltungen im Dorf, beispielsweise auf dem Sportplatz, in unmittelbarer Nähe aufbewahrt werden soll. Und: Wenn der erste Mehler Defibrillator zur Verfügung steht, soll es eine Schulung geben, damit Trainer, Spartenleiter und andere Vereinsvertreter im Umgang mit dem medizinischen Gerät vertraut gemacht werden, um dann im Ernstfall lebensrettend einschreiten zu können.

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