400 Quadratmeter großes Areal könnte für 100 000 Euro umgestaltet werden

Sozialausschuss: „Ja“ zur Skateranlage in Elze

Auf dem Lagerplatz des Bauhofes neben dem Hartplatz könnte eine etwa 400 Quadratmeter große Skateranlage entstehen.

ELZE Die Mehrheit der Besucher der Sitzung des Elzer Ausschusses für Innere Dienste, Bildung und Soziales verließ am Montagabend gut gelaunt das Rathaus, denn die Kommunalpolitiker des Fachgremiums stimmten dem Bau einer Skateranlage neben dem Saalestadion für die Summe von maximal 100 000 Euro einstimmig zu. Dafür gab es sogar Applaus von den anwesenden Jugendlichen.

Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer erinnerte daran, dass in Abstimmung mit dem „Haus der Jugend“ und interessierten Jugendlichen der Wunsch an die Verwaltung herangetragen worden war, in Elze die Möglichkeiten für die Skateboard-, Inliner- und BMX-Szene zu verbessern. Jugendpflegerin Ilka Tensfeld nannte die Aktion „Go Sports“ im Jahr 2013, als eine solche Anlage in Elze aufgebaut wurde, als Ursprung der Idee. Beim Sommer-Event 2014 sei eine Anlage in Elze schon vermisst worden, so Tensfeld, die von der großen Nachfrage der Kinder und Jugendlichen berichtete. Das habe auch eine Umfrage zu dem Thema ergeben, an der sich auch junge Erwachsene beteiligt hätten, die gern eine Skateranlage in Elze haben würden. Die Verwaltung hat sich über mögliche Anlagen erkundigt, die auf das etwa 400 Quadratmeter große Areal neben dem Hartplatz im Saalestadion, der momentan als Lagerplatz für den städtischen Bauhof genutzt wird, passen könnte. Andreas Fromme vom zuständigen Fachdienst der Stadtverwaltung, der bereits mit Bürgermeister Pfeiffer eine Anlage in Hildesheim besichtigt hatte (die LDZ berichtete), stellte den Ausschussmitgliedern sowie den Besuchern einige Fotos und Skizzen von Skateranlagen mit verschiedenen „Obstacles“, wie die Hindernisse im Fachjargon genannt werden, vor. Dabei wurden auch verschiedene Bauweisen für diverse Sprung- und Überfahrmöglichkeiten genannt. Fromme wies darauf hin, dass es im Vergleich zu früheren Jahren, als die Anlagen aus mehreren Teilen (Holz und Metall) bestanden, jetzt im Werk vorgefertigte Teile aus Beton gebe, die einen geringeren Geräuschpegel verursachen würden.

Die Befürchtung von Christian Schwarze (SPD), die Fläche von 400 Quadratmetern könne zu klein sein, räumten die Jugendlichen, die hinten im Saal saßen, aus, schließlich würden sie vergleichbare Anlagen kennen.

Im Gegensatz zu den jungen Besuchern gab es Anlieger der Garten- und Löwentorstraße, die eher skeptisch sind, wie sie bei der Bürgerfragestunde bekundeten. Sie befürchten einen störenden Geräuschpegel, der von den Nutzern der Anlage ausgehe. Das gilt auch für den Nutzer eines Kleingartens an der Industriestraße, der ähnlichen Lärm befürchtet, wie er von den Sportveranstaltungen im Stadion herrühre. Auf die Frage, warum nicht der ursprünglich vorgeschlagene Platz hinter dem Freibad berücksichtigt werde, hatte Rolf Pfeiffer eine Antwort: „Bei dem Gelände handelt es sich um ein Hochwasserschutzgebiet, das derart baulich nicht verändert werden darf“, so der Bürgermeister. Bei dem Gelände am Saalestadion hingegen sei der Bau einer Skateranlage planungsrechtlich möglich. Werner Jünemann (SPD) machte für die besorgten Anlieger den Vorschlag, bei einem Termin in Hildesheim Skateranlagen anzuschauen und zu hören, ob die Skateranlagen überhaupt Lärm verursachen. Joachim Rathmer (UWE) bedankte sich für die gute Vorarbeit der Verwaltung, doch Diane Thiesemann (SPD) gab zu bedenken, dass man bei den Kostenplanungen noch das „Drumherum“ einbeziehen müsse, wie etwa Bänke zum Ausruhen, einen Unterstand für Schlechtwetter und auch eine feste Zuwegung vom Parkplatz her.

Michael Röver (UWE) gab als Vorsitzender des Finanzausschusses und damit „Mann der Zahlen“ zu, dass es sich bei den geplanten 100 000 Euro um eine gewaltige Summe handele, doch durch die Anlage würde man die Attraktivität Elzes steigern und Jugendliche aus den Nachbarorten anziehen – die Anlage habe einen gewissen Charme. Auf die abschließende Frage von Uwe Geppert (UWE), wer denn letztendlich darüber entscheide, welche Anlage in Elze gebaut werde, sagte Werner Jünemann: „Sie, der Rat der Stadt Elze“, wie auch Bürgermeister Pfeiffer bestätigte.

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