Bürgerinitiative zum langfristigen Erhalt der Grundschule gegründet / Rektorin freut sich über Schulterschluss

Slogan der Eltern: „Mehle steht auf!“

Schulleiterin Katrin Fromme (Mitte) mit Nicole Braunert aus Mehle (l.) und Kerstin Lauenstein aus Sehlde (r.), die ihre Kinder in vier Jahren auch noch auf die Mehler Grundschule schicken wollen. Foto: Kuhlemann

MEHLE Darin heißt es unter anderem: „Schon seit geraumer Zeit hat die Verwaltung der Stadt verschiedene neue Gebäudenutzungskonzepte in der Schublade – mittelfristig soll das Mehler Schulgebäude als Feuerwehrhaus genutzt werden, so ein Ansatz des Konzepts. Dass Mehle ein neues Feuerwehrhaus benötigt, steht außer Frage. Die Idee, das Feuerwehrhaus neben die als Veranstaltungsort für Feiern und Versammlungen gut genutzte Mehrzweckhalle zu setzen, ist allerdings nicht ganz zu Ende gedacht: Wer hat sich nicht schon einmal über den überfüllten Parkplatz und die zugestellten Straßen geärgert, wenn eine Veranstaltung in der Halle stattfand – ein Durchkommen der Einsatzfahrzeuge im Ernstfall ist so undenkbar.“

Laut Aussage der Sprecher der Bürgerinitiative leiste die Mehler Grundschule pädagogisch hervorragende Arbeit – dies sei erst vor wenigen Wochen durch eine Schulinspektion bestätigt worden. Warum also eine Schule, deren Schülerzahlen im absoluten Rahmen liegen, verlegen, schließen oder gar zwei Grundschulen zusammenlegen? „Falls es hier nur um das liebe Geld geht, wird wohl wieder am falschen Ende gespart – nämlich auf Kosten der Kinder und der Bildung“, so sehen es die Beteiligten, die sich um den Schulstandort Mehle sorgen. Nach umfassendem Meinungsaustausch beschlossen die knapp 30 Anwesenden die Gründung einer Bürgerinitiative mit dem Ziel, den Erhalt der Grundschule „an der Linde“ langfristig zu gewährleisten. Auch für Familien, die sich mit einem Zuzug in die Gemeinde Elze beschäftigen – insbesondere mit der Entwicklung der weiteren Abschnitte des Baugebietes „Östlich Alfelder Straße“, Bebauungsplan Nr. 11 – wäre dieses Bekenntnis für einen dauerhaften Erhalt von Infrastrukturangeboten ein Argument „pro“ Wohnort Gemeinde Elze. Auch wenn kurzfristig der Standort nicht in Frage gestellt wird, möchte die Bürgerinitiative bereits jetzt zu diesem Thema in einen Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern und den schulpolitisch Verantwortlichen einsteigen, um zu vermeiden, dass aktuelle Entwicklungen und „schnelle“ Entscheidungen getroffen werden, die den Fortbestand der Schule gefährden und in Zukunft dann nicht mehr zu revidieren sind. Die Folge wäre unweigerlich das Ende der Grundschule in Mehle, sind sich die Verfasser des Schreibens einig.

Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse „mehle-steht-auf@gmx.de“, bei Facebook „Mehle steht auf“ sowie bei Nicole Braunert aus Mehle unter der Telefonnummer 0172/5113763 oder bei Kerstin Lauenstein aus Sehlde unter 05068/574332 melden. Die beiden jungen Mütter, deren kleine Töchter in einigen Jahren die Grundschule in Mehle besuchen sollen, verteilen in diesen Tagen noch Flyer an der Schule sowie in allen Ortsteilen, um möglichst viele Eltern über die Bürgerinitiative informieren.

„Ich kann das nur unterstützen“, freut sich Katrin Fromme, Leiterin der Mehler Grundschule, über das Engagement der Eltern, die aus ihrer Sicht sehr wichtig seien. „Wir müssen zeigen, dass die Bürger diese Schule wollen“, so Fromme weiter. Die Schulleiterin betont, dass sie auf ihr Lehrer-Team baut, um die gute Arbeit fortsetzen zu können. Darauf hoffen auch Nicole Braunert und Kerstin Lauenstein, die auf Langfristigkeit setzen, um den Wohnort Mehle auch für Neubürger attraktiv zu halten.

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