Angebot: Vorab-Begehung für Elzer Spaziergänger am Sonnabend

Zur Sicherheit: Papendahl wird vier Wochen gesperrt

Will die Bürger aufklären: Bezirksförsterin Johanna Dreps-Kahl mit Hündin „Hexe“ an einem kranken Baum.

ELZE In der kommenden Woche soll der Papendahl, das bei Spaziergängern beliebte Wäldchen am Ortsrand von Elze, durchforstet werden. Aus Sicherheitsgründen wird das etwa zehn Hektar große Areal für die Dauer von zirka vier Wochen gesperrt.

Das Waldgebiet, in dem überwiegend Buchen stehen, wird nach Informationen von Johanna Dreps-Kahl alle fünf bis zehn Jahre durchgeforstet, um den Waldbestand zu pflegen, dabei werden besonders auch kranke Bäume aussortiert. Das habe mehrere Vorteile: Zum einen würden die jungen Pflanzen Platz und Licht bekommen und zum anderen wird das Risiko umstürzender Bäume und herabfallender Äste, die eine erhebliche Gefahr für Spaziergänger sein können, deutlich reduziert, so die Forstfachfrau. Die Elzerin wohnt nicht weit vom Papendahl entfernt und ist daher täglich mit ihrer Hündin „Hexe“ im beliebten Idyll für Spaziergänger unterwegs. Bei genauer Betrachtung habe sie festgestellt, dass mehrere Bäume nicht mehr gesund sind. „Hauptsächlich sind es Fäulen, die den Bäumen Probleme bereiten. Die werden unter anderem durch den hartnäckigen Brandkrustenpilz (aus der Familie der Holzkeulenverwandten, lebt sowohl parasitisch als auch saprobiontisch an verschiedenen Laubbäumen, besonders häufig an Linden und Buche), aber auch durch Specht-Löcher oder Hagelschäden verursacht.

„Hier sind einige Bäume dabei, die jeden Tag umfallen könnten“, appelliert Johanna Dreps-Kahl an die Spaziergänger und Jogger, sich aufmerksam im Wald zu bewegen. Aus diesem Grund wird die Durchforstungsmaßnahme im Papendahl „vorgezogen“ und direkt im sechsten Jahr nach der letzten Maßnahme durchgeführt.

Um die Elzer Bürger genauer über die Aktion zu informieren, laden die Stadt Elze als Waldbesitzer und Bezirksförsterin Johanna Dreps-Kahl für kommenden Sonnabend, 19. Januar, zu einer Begehung ein, die um 10 Uhr am Hotel Papenhof beginnt. Beim Rundgang, an dem auch Vertreter der Stadt Elze teilnehmen werden, will die Bezirksförsterin über die geplanten Durchforstungsmaßnahmen aufklären.

„Die Bäume, die ich dezent markiert habe, werden gefällt, dafür haben wir ein Unternehmen beauftragt, dessen Mitarbeiter die Arbeiten manuell vornehmen“, so Dreps-Kahl. Große Maschinen wie ein „Harvester“ werden nicht zum Einsatz kommen. Um die Wald-Spaziergänger zu warnen, werden entsprechende Schilder aufgestellt und Flatterbänder angebracht, informiert Johanna Dreps-Kahl. „Wer dennoch während der angekündigten Holzarbeiten in den Papendahl geht, begibt sich in Lebensgefahr“, hofft die Elzerin auf Verständnis bei den Bürgern. In dem Zusammenhang appelliert die Bezirksförsterin generell an alle Wald-Besucher, keine Schnitzereien an den Bäumen vorzunehmen (auch keine Herzen mit Initialen Verliebter) und keine Nägel in die Stämme zu klopfen. Das wiederum sei äußerst lebensgefährlich für die Bäume. „Die nachfolgenden Generationen wollen schließlich auch noch etwas vom Wald haben“, so Johanna Dreps-Kahl abschließend.

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