Edith Bruns wird Ehrenmitglied beim DRK Elze / Dr. Edith Hasse berichtet aus Indien

Seniorenpflege liegt am Herzen

Dr. Edith Hasse gibt Einblicke in ihre Reise nach Indien: „Als Kind habe ich ein Buch über Indien gelesen, das mich so fasziniert hat, dass ich dachte, da musst Du hin. Aber darüber bin ich 70 Jahre alt geworden.“

Elze Eine große Überraschung und einen unterhaltsamen Nachmittag mit einem Reisebericht über Indien versprach Alexandra Zelm den 30 Gästen zur Begrüßung beim Kaffeenachmittag des DRK im Bürgertreff. In aller Heimlichkeit hatte das Vorstandsteam um Schriftführerin Ursel Marquordt die Ehrenmitgliedschaft für Edith Bruns, Jahrgang 1925, beim Landesverband Niedersachsen beantragt.

Niemand der Anwesenden ahnte, um wen es ging, als Ursel Marquordt die Ehrung ankündigte: „Meine liebe Frau Bruns, heute sind Sie gemeint“, sprach sie die 89-Jährige an. Sie ist im Jahr 1970 in den DRK eingetreten und wurde elf Jahre später Schriftführerin. Von 1982 bis 1994 bekleidete sie das Amt der Vorsitzenden und bekam bei ihrem Abschied die Bundesverdienstmedaille durch den Landesverband Niedersachsen verliehen. Nach ihren damaligen Worten hatte sie den Vorsitz abgegeben, um den Vorstand zu verjüngen. Danach hatte sie sich um die alljährliche Seniorenweihnachtsfeier und um die Blutspendetermine gekümmert, und von 1981 bis heute betreut sie die Fahrten und Reisen. Die nächste Reise steht unmittelbar bevor. Am 1. Juli geht es ins Bregenzer Land.

Die Seniorenpflege bedeute Edith Bruns sehr viel, wie Marquordt in ihrer Würdigung betonte. „Jetzt muss ich meine Wohnung vergrößern. Ich habe ja so viele schräge Wände“, kommentierte Edith Bruns zur allgemeinen Erheiterung die gerahmte Ehrenurkunde. „Ich habe das immer gern gemacht, weil ich mir damit selbst eine Freude mache. Ich bin gern mit Menschen zusammen, die reden. Dabei rede ich ja selbst am meisten“, gestand sie schmunzelnd und bedankte sich für Urkunde, Blumen und Präsentkorb.

Im Anschluss an die Ehrung hielt Dr. Edith Haase einen Vortrag über ihre Reise nach Rajasthan (Indien), die sie im November 2012 unternommen hatte. Dr. Haase lebt in Hannover, aber nutzt ihr Elternhaus in Sorsum als Wochenendhaus und engagiert sich unter anderemn im Landfrauenverein. Und eine Verbindung zum DRK besteht durch die Großmutter Sophie Meyer, die viele Jahre Vorsitzende war. „Als Kind habe ich ein Buch über Indien gelesen, das mich so fasziniert hat, dass ich dachte, da musst Du hin. Aber darüber bin ich 70 Jahre alt geworden“, erzählte sie. Zur Einführung gab sie ein paar Fakten bekannt: 92 Prozent der Inder haben keine Rente, 88 Prozent keine Krankenversicherung und nur drei Prozent der Frauen besitzen einen Führerschein. Rajasthan liegt im Nordwesten Indiens und ist wegen der vielen Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Reiseland. Besonders die großen Menschenmassen, der Straßenzustand, die vielen Handys, Hand-in-Hand gehende Männer (ein Zeichen von Freundschaft, nicht Homosexualität), die trotz Armut sehr adrett gekleideten Menschen, die Schlangenbeschwörer, die Bettler und der Gegensatz zwischen Arm und Reich waren neben den Sehenswürdigkeiten die Hauptmotive, die sie fotografisch festhielt. Mit kurzen aufschlussreichen Erläuterungen zeigte sie rund 150 Bilder und vermittelte einen Eindruck über das Leben in dem indischen Bundesstaat, der für sich genommen etwa so groß wie Deutschland ist. J uc

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