Erster gemeinsamer Kinderkirchentag des Gemeindeverbands Elze-Eime / Kennenlernen durch gemeinsames Feiern

Schokoküsse aus dem „Schweinetrog“

Spielstation: Schokoküsse-Wettessen am nachempfundenen „Schweinetrog”. Foto: Lübbecke

MEHLE „Beim Gleichnis vom verlorenen Sohn geht es um einen Jungen, der sein ganzes Geld ausgibt und alle seine Freunde verliert. Es sagt uns, dass man nicht sein Geld verschwenden soll“, erklärt Jonas aus Mehle und leckt die Reste eines Schokokusses aus seinen Mundwinkeln. Gerade noch hat der Zehnjährige die Süßigkeit in Rekordgeschwindigkeit aus dem „Schweinetrog“ gegessen, der durch eine Serviette auf einer Picknickbank symbolisiert wird. Allerdings durfte er dabei die Hände nicht benutzen und der Schokokuss war vorher auf den Boden gefallen – so viel Nähe zur biblischen Vorlage muss sein.

An diesem Tag wimmelt es auf dem Rasen vor der Urbanuskirche in Mehle von Kindern, denn die Kinderkirchen des evangelischen Gemeindeverbandes Elze-Eime haben zum ersten gemeinsamen Kinderkirchentag eingeladen. Eine Veranstaltung, die in einzelnen Gemeinden bereits Tradition ist, dort jedoch weniger Teilnehmer anlockte. Diesmal kann sich das Vorbereitungsteam jedoch über gute Besucherzahlen freuen, rund 40 Kinder sind gekommen. „Der Kinderkirchentag soll auch zum gegenseitigen Kennenlernen dienen, was durch das gemeinsame Feiern der Gemeinden viel besser funktioniert“, erklärt Pastor Dirk Glanert. Das Ziel sei es, Kinder in einem angemessenen, weniger ernsten Rahmen mit biblischen Geschichten bekannt zu machen. „Wir haben das Gleichnis erzählt, ohne es umfangreich zu kommentieren.“ So kommt dann auch die etwas eigenwillige Zusammenfassung des zehnjährigen Jonas zustande. Aber hier geht es eben nicht um korrektes Nacherzählen, sondern den Spaß an der Sache.

Nach einer kurzen Andacht, in der das Gleichnis vom verlorenen Sohn auf moderne Weise erzählt und der Bibeltext vorgetragen wurde, haben die Kinder die Möglichkeit, die Geschichte spielend nachzuempfinden. An zahlreichen Stationen wird fleißig (Spiel-)Geld verschwendet, mit den Schweinen „gespeist“ und um die Wette der Tisch für die Empfangsfeier des wiedergekehrten Sohnes gedeckt. Oder einfach in der Hüpfburg getobt, was zwar weniger mit dem verlorenen Sohn zu tun hat, aber ebenfalls Spaß zu einem abwechslungsreichen und witzigen Kinderkirchentag beiträgt. Zwischendurch gibt es Waffeln und Getränke. Ein ziemlicher Aufwand, der nur durch die Zusammenarbeit der Pastoren Thomas Guddat, Dirk Glanert und Diakonin Andrea Gärtner sowie den Kinderkirchenteams aus Eime, Mehle, Elze und Wülfingen gestemmt werden kann.

Zum Abschluss des Kinderkirchentags wechseln alle noch einmal in die Urbanuskirche, um gemeinsam zu singen und den Segen zu erhalten. Für das nächste Jahr ist eine Fortsetzung schon fest eingeplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare