Breitband-Ausbau abgeschlossen / Auch Wittenburg und Wülfingen haben VDSL

Schneller surfen in Sorsum

Tiefbau-Arbeiten auf mehr als fünf Kilometern Länge sind für den Anschluss an die Daten-Autobahn getätigt worden.

SORSUM / WITTENBURG / WÜLFINGEN  „Damit hat Elze einen weiten Sprung nach vorn gemacht“, sieht Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer Grund zur Freude: Seit dem gestrigen Montag sind die Ortschaften Sorsum, Wittenburg und Wülfingen offiziell an die Daten-Autobahn angeschlossen. Das hannoversche Kommunikationsunternehmen htp hat den Ausbau für das schnelle Internet abgeschlossen. Ab sofort surfen die Einwohner, die sich für einen entsprechenden Vertrag mit htp entschieden hatten, mit einer Bandbreite von 50 Megabits pro Sekunde durch das weltweite Netz.

350 Haushalte aus den drei Ortschaften hatten im Vorfeld des Ausbaus Interesse an einem VDSL-Anschluss bekundet. Deutlich mehr als htp gefordert hatte, damit es für das Unternehmen aus Hannover aus wirtschaftlichlicher Sicht sinnig war, entsprechende Investitionen in den Ausbau zu stecken. Um die moderne Breitbandinfrastruktur an die drei Dörfer zu legen, investierte der regionale Telekommunikationsanbieter 380 000 Euro.

Hoher Marktanteil

Nicht ganz uneingennützig: Während sich größere Unternehmen wie beispielsweise die Telekom vorwiegend auf Ballungsräume konzentrierten, sieht htp in den abseits liegenden Siedlungsgebieten seine Chancen auf dem Markt. Und dies berechtigt, wie htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann am aktuellen Beispiel verdeutlicht: Blickt htp durchschnittlich auf einen Marktanteil von etwa 15 Prozent, so liege dieser im Falle der drei Elzer Ortschaften bei etwa 50 Prozent. „Wir haben gute Erfolge in den Bereichen, die von anderen vernachlässigt werden“, sagt htp-Geschäftsführer Heitmann. Die anderen „Gewinner“ dieser Win-win-Situation sind die Einwohner der betroffenen Ortschaften. Denn es scheint fraglich, ob und wann ein anderer Anbieter in den Ausbau investiert hätte.

Bürgermeister Rolf Pfeiffer findet entsprechend nur lobende Worte über den vertragspartner aus Hannover. „Jede versprochene Zahl, jedes Wort wurde eingehalten“, blickt Pfeiffer auf die bereits langjährige Zusammenarbeit mit htp zurück. So beispielsweise beim Ausbau des Internetanschlusses für die Orte Esbeck, Mehle und Sehlde, bei dem htp rund 650 000 Euro investiert hatte, und der im November vergangenen Jahres beendet war.

Schnell sei es jetzt in Sorsum, Wittenburg und Wülfingen zur Umsetzung des VDSL-Ausbaus gekommmen. „Die Zielzahl an Interessenbekundungen war schnell erreicht. Da konnten wir sofort loslegen und schnell fertig werden“, blickt Heitmann auf die vergangenen Monate zurück. Nach dem Startschuss im Frühjahr hat htp auf einer Länge von etwas mehr alsd fünf Kilometern Tiefbauarbeiten durchgeführt. „Das war gut machbar. Teilweise reichte es sogar, einfach zu pflügen“, berichtet Heitmann von guten Bodenbedingungen, bei denen kostenreduzierend mit einer Art Dorn das Kabel in das Erdreich verlegt werden konnte.

Vier Technik-Kästen

Außer den Arbeiten am Erdreich installierte das hannoversche Unternehmen vier „Technik-Shelter“. In diesen wird das Signal aus dem Glasfaserkabel in ein DSL-Signal gewandelt und an die umliegenden Haushalte geleitet. Je ein Kasten steht zentral in Sorsum und Wittenburg. Zwei der Kästen sind in Wülfingen aufgebaut worden. „So verringert sich die Leitungslänge zwischen der VDSL-Technik und den Hausanschlüssen erheblich“, erläutert Heitmann. Dies mache eine Übertragung von hohen Bandbreiten möglich.

Wann die Einwohner tatsächlich in den Genuss vonschnellen Downloads kommen, hängt – vor allem bei htp-Neukunden – jedoch individuell von der Restlaufzeit ihres gegenwärtigen Vertrages ab. Wer sich zu den Anschlüssen beraten lassen oder einen Vertrag abschließen möchte, erreicht die Mitarbeiter der htp unter der kostenfreien Rufnummer 0800/2229111.

Auch in naher Zukunft bleibt der Telekommunikationsanbieter noch im Elzer Gebiet aktiv. Htp soll auch das Elzer Gewerbegebiet mit flottem Internet versorgen. Die Bauarbeiten dazu könnten noch im Herbst starten. „Dann sind wir auch dort besser versorgt“, sieht Pfeiffer einen Standortvorteil gegeben. Generell freut sich das Stadtoberhaupt darüber, dass die weißen Flecken auf der Landkarte, sprich die Gegenden Elzes ohne schnellem Internet, rar geworden sind. „Die Ortsteile sind alle versorgt“, so Pfeiffer. So bleibe lediglich ein „kleines Gebiet im Baugebiet Hanlah-Nord“ übrig, das noch auf einen Anschluss an die Daten-Autobahn wartet.

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