Bauprojekt an der Engen Straße sieht barrierefreies Wohnen vor / Eigentumswohnungen und Bauplätze

Schmuckstück in zentraler Lage

Albert Fischer, Inhaber der gleichnamigen Baufirma, inspiziert das Gelände an der Engen Straße in Elze. Vieles dort ist im Frühjahr abgerissen worden, um Platz für Neubauten zu schaffen. Stehen geblieben sind jedoch ein Natursteingebäude sowie ein Wohnhaus, das zum Verkauf steht. Fotos: Appel

ELZE Das schöne Natursteingebäude ist ein Hingucker. Auf dem tristen, unkrautüberwucherten Gelände an der Engen Straße 1 in Elze fällt der Bau mit seinen dicken Quadersteinen wohlwollend ins Auge. „Das sollte stehen bleiben. Als Blickfang für die parkähnliche Anlage“, sagt Albert Fischer, Chef der gleichnamigen Baufirma aus Elze.

Viel erinnert nicht mehr daran, dass auf diesem Terrain einst ein landwirtschaftlicher Hof stand. Im Frühjahr wurde mit Ausnahme des Natursteingebäude und eines Wohnhauses groß abgerissen. Von den Bäumen und Büschen auf der rund 4500 Quadratmeter großen Fläche sind lediglich zwei große Haufen Hackschnitzel übrig. Sie und die alten Scheunen und Hühnerställe mussten weichen, damit Platz entsteht für „ein Schmuckstück in zentraler Lage“, wie Fischer sein Projekt beschreibt.

„Barrierefreies Wohnen am Saaleufer in Elze“ -- dieser Slogan steht auf den Bauplänen. Denn an der Engen Straße am Saaleufer will Albert Fischer Hausbau einen ganz neuen Wohnkomplex errichten. Dort soll bis Ende 2015 ein Mehrfamilienhaus mit elf barrierefreien Eigentumswohnungen entstehen. Die elf Wohnungen, je mit Balkon oder Terrasse, sind auf drei Etagen verteilt. Ein Aufzug sorgt für barrierefreien Zugang in die höheren Etagen. Zusammen mit einem mehrflächigen Parkplatz und der zugehörigen Grünfläche nimmt das Mehrfamilienhaus mit rund 2280 Quadratmetern etwa die Hälfte des gesamten Terrains in Anspruch.

Der Rest verteilt sich unter anderem auf fünf Bauplätze, die künftigen Häuslebauern zum Kauf stehen. Die Größen der Bauplätze bewegen sich zwischen rund 195 Quadratmetern und 415 Quadratmetern. „Selbstverständlich kann man auch zwei kaufen, falls einer zu klein ist“, sagt Albert Fischer. Ebenfalls zu erwerben ist das stehengebliebene Wohnhaus. „Das lässt sich noch gut renovieren“, ist sich Fischer sicher. So sei beispielsweise das Dach des Zweifamilienhauses noch relativ neu und recht gut in Schuss. Die weiße Fassade des Hauses mit einer Grundfläche von rund 360 quadratmetern hingegen litt unter dem romantisch anmutenden Weinbewuchs. Albert Fischer gibt sich hoffnungsvoll, für das Haus noch einen „Liebhaber“ zu finden.

Bereits gefunden wurden Interessenten für die Eigentumswohnungen des Mehrfamilienhauses. Von sieben Zusagen berichtet der Bauherr. Baubeginn soll so früh wie möglich sein. Davor jedoch stehen noch bürokratische Hürden an: Seit Anfang der Woche liegt der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 47 „Enge Straße“ der Stadt Elze öffentlich aus. Noch bis 11. September ist er im Fachbereich Bau und Ordnungswesen der Öffentlichkeit zugänglich. Sobald der Bebauungsplan „durch ist“, will Fischer den Bauantrag einreichen, so dass die Arbeiten alsbald beginnen können.

Im Bauausschuss des Stadtrates wurde im vergangenen Jahr das Bauvorhaben im Bereich des Sanierungsgebietes „Innenstadt Elze“ einst begrüßt, da es sich in der Höhe dem Ortsbild anpassen würde. Zudem trage das Vorhaben zur Entsiegelung bei, da mehr abgerissen als aufgebaut würde.

Stehen geblieben ist, wie eingangs erwähnt, das Natursteingebäude am Eingang zum Areal. Damit hat Fischer etwas ganz spezielles vor: Es soll die Fernheizungsanlage für das gesamte Gebiet beheimaten.

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