Ausweisung von FFH-Gebieten: Nach „Limberg und Wöhren“ folgt der nächste Streich

Schützenswerte Saale

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„Die Gewässerfauna und -Flora bedürfen des besonderen Schutzes“: Rund 43 Hektar entlang der Saale sollen zum Landschaftsschutzgebiet „Saale“ erklärt werden.

Elze – Bis Mitte Juni hätte Niedersachsen ursprünglich Schutzgebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) an die Europäische Union melden müssen. Doch das Land hat noch nicht alle dieser FFH-Gebiete ausgewiesen, die EU droht jetzt mit einer Klage.

Aktuell sind es um die 80 Naturschutzgebiete, die Niedersachsen melden müsste, aber nicht kann. Dabei hatte die EU schon mehrfach Fristen verlängert. Ursprünglich sollte das Verfahren bereits vor Jahren abgeschlossen sein. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) drückte jetzt auf die Tube. Mehrheitlich hat der Kreistag in Hildesheim am Donnerstag grünes Licht unter anderem für die Verordnung für das umstrittene Landschaftsschutzgebiet „Limberg und Wöhren“ bei Mehle gegeben, wenngleich der SPD-Kreistagsabgeordnete Wolfgang Thiesemann aus Mehle nochmals darauf hingewiesen hatte, dass der vom Land angekündigte Erschwernis-Ausgleich für Waldbesitzer noch nicht in trockenen Tüchern sei. Derweil liegt auch schon die nächste geplante Verordnung auf dem Tisch beziehungsweise bei der Stadt Elze, der Samtgemeinde Leinebergland und dem Landkreis Hildesheim zur öffentlichen Einsichtnahme aus: Rund 43 Hektar entlang der Saale sollen zum Landschaftsschutzgebiet „Saale“ erklärt werden.

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