Stadt nimmt Umfeld der „Rast & Bike-Anlage“ für Skateranlage ins Visier

Rollen die kleinen Räder doch hinter dem Freibad?

Bürgermeister Rolf Pfeiffer und Andreas Fromme kennen die Anlage in Hildesheim-Ochtersum bereits. Ein erneuter Ortstermin für Ratsmitglieder und Interessierte dort ist im Zuge der Planung für die Elzer Skater-Anlage vorgesehen. Foto: Kuhlemann

ELZE Überraschend war der Ratsbeschluss nicht, dass die (wohl zumeist jugendlichen) Freunde des Skatens in Elze eine Anlage bekommen sollen, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Neu hingegen ist der Zusatz beim Beschluss, dass neben einem Bereich am Saalestadion zudem nun auch wieder das Umfeld an der „Rast & Bike-Anlage“ hinter dem Elzer Freibad als potenzieller Standort gehandelt wird.

Bereits im Mai hatte der Ausschuss für Innere Dienste, Bildung und Soziales grünes Licht für eine Skateranlage gegeben und auch im Nachtragshaushalt ist der entsprechende Posten von 100 000 Euro eingeplant. Doch neben der deutlichen Zustimmung für das Projekt, das in Abstimmung mit dem „Haus der Jugend“ und interessierten Jugendlichen aus der Taufe gehoben wurde, kamen auch Stimmen auf, die dem vorgeschlagenen Standort, einem etwa 400 Quadratmeter große Areal neben dem Hartplatz im Saalestadion, der momentan als Lagerplatz für den städtischen Bauhof genutzt wird, nur wenig zugeneigt sind: So zeigten sich Anlieger der Garten- und Löwentorstraße insofern skeptisch, dass sie störenden Geräuschpegel, der von den Nutzern der Anlage ausgehen könnte, befürchten.

Die Einwände stießen bei der Verwaltung nicht auf taube Ohren. „Wir versuchen das, und sind dafür derzeit in Gesprächen mit dem Landkreis“, erläutert Bürgermeister Rolf Pfeiffer, dass der ursprünglich vorgeschlagene Platz hinter dem Freibad wieder in den Fokus rückt. Eigentlich war das Gelände vom Tisch, da es sich dort um ein Hochwasserschutzgebiet handelt, das derart baulich nicht verändert werden darf. „Man muss sehen, ob da Platz ist, das hinzubekommen. Da gibt es Fragen, die noch diskutiert werden müssen“, so Pfeiffer gegenüber der LDZ.

SPD-Ratsherr Hartwig Othmer verwies in der Ratssitzung am Montagabend darauf, dass die Kosten der Skateranlage „nicht ganz ohne sind“ und es Bürger gebe, die dies nicht als verhältnismäßig erachteten. „Wir in der SPD haben das durchaus kontrovers diskutiert, uns aber entschlossen das mitzutragen“, so der Wülfinger. Nicht nur, weil es ein gutes Projekt für die Jugendlichen in Elze sei, sondern auch, weil es womöglich zur weiteren Aufwertung der „Rast & Bike-Anlage“ beitragen könne. Und für den Fall, dass es dort nicht klappen sollte, betont Pfeiffer, dass die Laustärke „auch eine Frage der Bauweise“ sei. Möglichkeit, sich selbst einmal ein Bild von einer Skateranlage zu machen, soll es demnächst für Ausschussmitglieder und alle Interessierten im Rahmen eines Besuchs der Anlage in Ochtersum geben.

„Ich bin froh, dass die Jugendlichen eine weitere Attraktion bekommen“, freute sich Ariane Brandes von der Unabhängigen Wählergruppe Elze im Rat. „Ich freue mich schon auf die Umsetzung nächstes Jahr“, so Brandes. „Dieses Jahr“, korrigierte das Stadtoberhaupt und sorgte damit zumindest bei Brandes für eine weitere kleine Überraschung.

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