Polizeikommissariat Elze beteiligt sich am Blitzmarathon / Verkehrssicherheit soll gefördert werden

Raser werden ausgebremst

Polizeioberkommissar Jörg Borchers-Richter misst die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge. Foto: Siedlaczek

ELZE Und plötzlich ist es passiert: Das hat sich gestern der ein oder andere Autofahrer auf der Bundestraße 3 auch gedacht. Zu spät haben sie den Polizeiwagen und die Beamten bemerkt, die an der Ausfahrt Elze zwischen Gronau und der Saalestadt die Geschwindigkeit gemessen haben.

Polizeioberkommissar Jörg Borchers-Richter und sein Kollege hatten sich bereits um 6 Uhr morgens postiert, um Verkehrssünder auf ihr Fehlverhalten im Straßenverkehr hinzuweisen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. „Wir haben bislang fünf Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen“, sagt Borchers-Richter. So wurde ein Autofahrer zum Beispiel mit 154 Stundenkilometern gemessen. Erlaubt sind an der besagten Stelle allerdings nur 100 Stundenkilometer. „Der Fahrer muss mit einem Monat Fahrverbot, einer Geldstrafe in Höhe von rund 160 Euro und mit drei Punkten rechnen“, erklärt Borchers-Richter.

Insgesamt wurden während des ersten Abschnitts der Blitzaktion in der Zeit von 6 bis 13 Uhr fünf Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit angehalten und auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Auch ein Überholvorgang im Verbotsbereich wurde von den Polizeibeamten während der Messaktion registriert. Gemessen wurde die Geschwindigkeit mit Hilfe eines Gerätes, das, ausgerichtet auf das Nummernschild des Fahrzeugs, die Geschwindigkeit errechnet. „Das Messergebnis hat absolute Aussagekraft“, so Borchers-Richter. Das Polizeikommissariat Elze hatte sich gestern an dem länderübergreifenden Blitzmarathon beteiligt. Ausgehend von den Zahlen des Jahres 2010 ist es in der Verkehrssicherheitsarbeit bis 2020 das Ziel, die Anzahl im Straßenverkehr getöteter und schwerverletzter Personen um ein Drittel zu senken. Aus diesem Grund beteilige sich das Elzer Kommissariat an den zeitgleich in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführten 24-Stunden-Geschwindigkeitskontroll-aktionen. Dieses Engagement lobt auch Polizeidirektor Andreas Kaupe, Einsatzleiter bei der Polizeiinspektion Hildesheim: „Wir wollen mit den Kontrollen allen Verkehrsteilnehmern die Gefährlichkeit von Geschwindigkeitsüberschreitungen als eine der Hauptunfallursachen verdeutlichen und die Raser als potenzielle Zeitbomben aus dem Verkehr ziehen.“ Dabei gehe es den Verantwortlichen aber nicht darum, möglichst viele Temposünder zu erwischen oder „abzuzocken“. „Wichtig ist, dass der Sinn von Verkehrs-überwachungsmaßnahmen für die Bevölkerung erkennbar wird und zukünftig Leben nicht durch Raserei am Straßenbaum endet.“, so Kaupe.

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