Kinder, Jugendliche und Ehemalige feiern mit den „Toten Ärzten“ 30-jähriges Bestehen der Jugendpflege Elze

Punk geht im Saalestadion richtig ab

Die Punkrock-Band um Bandleader Jey Petersen lässt die Kinder auf der Bühne mitrocken.

ELZE Die Jugendpflege Elze feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen und gehört damit zu den ältesten im Landkreis. Um das gebührend zu feiern, fand am Sonnabend eine große Open-Air-Party mit einem Konzert der „Toten Ärzte“ im Saalestadion statt.

Zur Gründung der Jugendpflege hat Ilka Tensfeld gerade die Grundschule besucht, jetzt ist sie selbst Jugendpflegerin. Ihr Mitarbeiter Hendrik Wehr war im Jahr 1985 noch nicht einmal geboren. Das stört die beiden aber nicht und darum feierten sie das Jubiläum mit Kindern, Jugendlichen und „Ehemaligen“.

Für die nötige Einstimmung auf den rockigen Abend sorgte die Band „UP Underpower“ aus Giesen. Die vier Jungs von der Michelsenschule in Hildesheim sind alle gerade mal 17 Jahre alt und können schon auf dutzende Auftritte bei kleineren Festivals und Konzerten zurückblicken. „Wir haben einfach nur Bock unsere eigenen Songs zu schreiben, Musik zu machen und auf der Bühne Spaß zu haben“, beschreibt sich die Pop-Punk-Band um Frontmann Matthias Basedow selbst. Das Publikum am Sonnabend konnten die Vier auf jeden Fall mit ihrer Spielfreude anstecken. Mit dem Song „Wir haben Grund zum Feiern“ von Otto Waalkes, der auch zum Motto des Abends passte, regten sie die Besucher sogar zum Mitsingen an.

Nachdem Bürgermeister Rolf Pfeiffer die Kinder und Jugendlichen für ihre Leistungen im Fußball und anderen Sportarten ehrte, trat der von den Zuschauern langersehnte Haupt-Act „Die Toten Ärzte“ auf der Bühne. Die Punkrock-Band aus Hamburg feiert in diesem Jahr ebenfalls Jubiläum. Seit mittlerweile 15 Jahren stehen die Nordlichter gemeinsam auf der Bühne und covern Titel der Kultbands „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“. Die Auftritte der Band sind immer ein Highlight, nicht umsonst gelten die Musiker als eine der meistgebuchten Tribute-Bands Europas.

Dass „der Punk abgeht“ bewiesen sie am Sonnabend auch den Zuschauern aus Elze und Umgebung. „Ihr müsst euch entscheiden, ob wir heute Abend den Fokus eher auf die Ärzte oder die Toten Hosen legen sollen“, forderte Bandleader und Bassist Jey Petersen das Publikum auf. Die Abstimmung fiel unentschieden aus, sodass für jeden etwas dabei war.

Der Auftritt riss aber nicht nur das ältere Publikum mit, das mit Songs wie „Hier kommt Alex“ oder „Zu spät“ aufgewachsen ist. Auch die kleineren Gäste hatten sichtlich Spaß und standen vor dem Auftritt sogar Schlange, um sich Autogramme von den Bandmitgliedern abzuholen. Ein besonderes Highlight war, dass die Kinder auch einmal wie „die Großen“ auf der Bühne stehen und mitrocken konnten. Für den standesgemäßen Punkrocker-Abschied von der Bühne durfte jedes Kind ins Mikro schreien und bekam sofort das Echo vom feiernden Publikum. Mit kleinen Einlagen, wie einer Feuershow, sorgten die Hamburger Rocker für einen unvergesslichen Abend in Elze.

Obwohl das Saalestadion nicht ganz gefüllt war, feierten die Besucher das 30-jährige Bestehen der Jugendpflege kräftig und hoffen auf viele weitere Jahre.

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