Schwungvoller Auftakt zum dritten Operettensommer: „Ein Lied geht um die Welt“

Premierenfieber ist aufregend schön!

Harmonie: Die Sängerinnen und Sänger von „La Musica“ harmonieren mit den professionellen Darstellern des Ensembles „Operamobile“.

WITTENBURG Gelungener und schwungvoller Auftakt zum dritten Wittenburger Opern- und Operettensommer: Mit Menschen gefüllt war die Westkirche beim Eröffnungskonzert mit „Operamobile“ und dem Seniorenensemble „La Musica“.

Unter dem Motto „Ein Lied geht um die Welt“ waren die Besucher diesmal aufgefordert, bei den beliebten Melodien von Strauß, Benatzky, Kalman, Cole Porter, Robert Stolz und anderen bekannten Komponisten einige Stücke mitzusingen, denn: „Premierenfieber ist aufregend schön!“ Und so legte das in der Region Hannover bekannte und beliebte Ensemble um Alexander Senger und Bettina Delius wieder engagiert los, in der gewohnten Frische und mit einem Elan, bei dem es dem Zuschauer „heiß und doch so kühl wird“.

Ob im Wiener Prater, im „Weissen Rössl am Wolfgangssee“, in Italien „Trippole Trappole) oder in Mexico („Cielito Lindo“): Musik erhellt die Wege des Lebens. Seit über zehn Jahren begeistern die professionellen Künstler von „Operamobile“ die Menschen, vor allem in der ländlichen Region rund um Hannover. „Angefangen hat alles einmal in Springe mit ´Hänsel und Gretel´, mit dem Erfolg kamen dann nach und nach weitere Spielorte wie Bad Münder oder Bad Pyrmont und Wittenburg hinzu“, berichtet Ensemble-Chef Alexander Senger von den Anfängen von „Operamobile“.

Bereits beim ersten Wittenburger Operettensommer waren mehr als 1 000 Besucher gekommen, auch die zweite Ausgabe 2012 war ein voller Erfolg, der nun in diesem Jahr mindestens wiederholt werden soll. In diesem Sommer stehen die insgesamt zehn Aufführungen (bis 21. Juli) in Wittenburg (Gala, dreimal „Im weissen Rössl“, dreimal „Wiener Blut“ und dreimal „Die Csardasfürstin“) unter dem Leitmotiv „Musiktheater 65plus“.

„Tragende Rolle“

Denn die Senioren sind diesmal nicht wie bisher nur als Zuhörer und Zuschauer dabei, sondern sie dürfen in diesem Jahr mit auf die Bühne und spielen dort eine „tragende Rolle“, wie die künstlerische Leiterin Bettina Delius betont. Sie hat den Projektchor eigens für die aktuelle Spielzeit ins Leben gerufen und sich mit den Mitwirkenden Lieselotte Achterkirche, Emmi Beike, Hanna Böhm, Elke Burose, Nicola Delius-Wirth, Waltraut Hüper, Maria Kaufhold, Rudolf Kleinschmidt, Rita Kröling, Werner Ramm, Waltraut Richter, Sieglinde Rode, Erika Sandmann, Karin Schmidt, Hannelore Sempf, Inge Tschauder, Inge Winter und Alexandra Zelm in mehreren intensiven Proben auf die Auftritte im Rahmen des dritten Gastspiels in Wittenburg vorbereitet.

Die ursprüngliche Idee von „Operamobile“, klassische Musiktheaterliteratur an die musikalischen, technischen, räumlichen und finanziellen Ressourcen der jeweiligen Spielorte anzupassen, ist geglückt, ja mehr noch: „Wir wollten von Anfang an die Tradition von Opéra comique und Operette bewahren helfen, damit dieses wichtige Kulturerbe nicht in Vergessenheit gerät, sondern wiederbelebt wird. Und das ist auch mit kleinen Ensembles wie dem unsrigen möglich“, betont Alexander Senger.

Was mit Kreativität und Fantasie alles gelingen kann, erlebte das Publikum in der Westkirche beispielsweise bei dem beliebten Lied „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ von Robert Gilbert, die sehr gelungene und farbenfrohe Choreographie von Tamara Funck kam besonders gut an, sie war nur einer der vielen schönen Momente an diesem rundum gelungenen Abend. Nach zweieinhalb Stunden Vorgeschmack auf die kommenden Aufführungen in der Wittenburger Kirche applaudierte das Publikum stürmisch, nicht zuletzt auch den Mitwirkenden beim Seniorenensemble „La Musica“, die auf der Bühne mit den Schauspielern von „Operamobile“ auf Anhieb wunderbar harmoniert hatten. Einer der Premierenbesucher ging mit der Erkenntnis nach Hause: „Es war toll, einfach wunderbar. Und ich wusste gar nicht, wie schön es doch hier oben ist.“ Die nächsten Vorstellungen am kommenden Wochenende: 5, Juli, 19 Uhr, 6. Juli und 7. Juli (beide Vorstellungen um 15 Uhr). tom

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