Kreatives „Parkgeflüster“: Luise Pritzer zeigt 50 verschiedene Modelle

Premiere in Elze: Modenschau im Park

Vielfalt: Knapp 50 Modelle hat Luise Pritzer für die Modenschau im Rahmen des „Parkgeflüsters“ entworfen.

ELZE Eine Premiere wird es beim „Parkgeflüster“ des Elzer Kunst- und Kulturvereins am 18. August geben: Luise Pritzer präsentiert am Nachmittag eine Modenschau, bei der die Models rund 50 von der Elzerin handgefertigte Kleidungsstücke vorführen werden. „Das wird ein modischer Augenschmaus“, verspricht die 70-Jährige, die ihre Vorbereitungen jetzt abgeschlossen hat.

„Die Idee zu einer Modenschau hatte ich schon lange im Kopf, denn mein Stofflager ist in den vergangenen Jahren enorm angewachsen, sodass ich verschwenderisch damit umgehen konnte“, informiert Luise Pritzer, die das Nähen zu ihrer großen Leidenschaft zählt. „Wenn das alltägliche Allerlei mit Haushalt und Einkauf erledigt war, habe ich mich an meine 25 Jahre alte Nähmaschine gesetzt und losgelegt“, erinnert sich die Elzerin an die Tagesabläufe in den vergangenen Monaten. Dabei habe sie nicht zuerst die Ideen für die Modelle im Kopf gehabt, sondern beim Anblick der Stoffe welche entwickelt. Die Vielfalt ist groß: von Jeanswesten bis hin zum Abendkleid, von schlicht bis bühnenreif, auch Folkloristisches wird gezeigt. Darüber hinaus wird es eine Auswahl von Negligées geben, die im Elzer Stadtpark gezeigt werden.

Eigentlich sollte es laut Pritzer eine „verrückte Modenschau“ werden, doch dann habe das Modestudium mit Abschluss als Direktrice die Oberhand gewonnen und es seien unverwechselbare weibliche Kreationen entstanden.

Die Models im Alter von 13 bis 73 Jahren, die beim „Parkgeflüster“ zum Einsatz kommen, sind nach Aussage von Luise Pritzer „normale Frauen aus Elze und Umgebung“ (keine Hungerhaken), die bereits eine Anprobe hinter sich haben. Bis auf wenige Ausnahmen hätten die Vorstellungen der Modeschöpferin, wer welche Kleidung trägt, gepasst. Die Models ihrerseits hätten sich wohlgefühlt, so die Elzerin. Die Zuschauer im Park werden die eine oder andere Frau erkennen und überrascht sein, welch’ gute Figur sie in einer völlig anderen Rolle macht, so Pritzer. Das Erstellen der Mode-Kollektion sei zwar sehr zeitaufwändig gewesen, doch es habe immer viel Spaß gemacht. Als größte Herausforderung bezeichnet die Künstlerin die Logistik, schließlich müssten die Auftritte und Laufwege der Modells so koordiniert werden, dass sie nach dem Umziehen für den nächsten Gang durch den Park bereitstehen. Start ist im Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Parkstübchen“, von dort drehen die Modells pärchenweise eine Schleife zum Museumsplatz und machen einen kleinen Rundgang im Park. Luise Pritzer hofft auf gutes Wetter und eine große Zuschauerresonanz, schließlich könne sie die Plattform als Werbung für die nächste Adventsausstellung nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare