Barrierefreier Ausbau des Toilettenbereichs bereits im kommenden Jahr möglich?

Pläne für den Bürgertreff

Der große Gemeinschaftsraum des Bürgertreffs bietet Platz für bis zu 80 Personen. An der rechten Seite des Raums könnte in Zukunft ein neuer, barrierefreier Zugang zu den Toiletten entstehen. Fotos: Zimmer

ELZE Der Bürgertreff an der Sedanstraße in Elze ist bei vielen Menschen beliebt, da er verschiedene Möglichkeiten des Zusammenkommens bietet. So kann er von Privatpersonen für Familienfeiern oder Ähnliches genutzt werden, aber auch Vereine haben ihn sich zum Treffpunkt für Aktionen gemacht. Allerdings gibt es vor allem eine Sache, die noch optimiert werden könnte: die Barrierefreiheit.

Vor rund 20 Jahren wurde das ehemalige Gemeindehaus von der Stadt Elze erworben, um daraus ein Gemeinschaftshaus für Elzes Bürger zu entwickeln. Nur kurz nachdem die Stadt das Gebäude übernahm, zog der AWO-Ortsverein Elze dort ein, um in dem 137 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum seine Kaffeenachmittage zu veranstalten, die mittlerweile jeden Dienstag dazu dienen, gemeinsam zu klönen, zu spielen und Kaffee zu trinken. In einem anderen Raum im Gebäude errichtete er später das beliebte Kleiderstübchen.

Neben der AWO haben der Elzer DRK-Ortsverein sowie der Kneipp-Verein ihr „Zuhause“ im Bürgertreff gefunden und nutzen die Räume regelmäßig für verschiedene Aktionen. Auch gemeinsame Veranstaltungen der Vereine werden mittlerweile im Bürgertreff ausgerichtet. „Das war damals eine gute Entscheidung, das Gebäude zu erwerben“, findet AWO-Ortsvereinsvorsitzender Werner Jünemann, der die Chancen, die der Bürgertreff bietet, zu schätzen weiß.

Neuer Eingang

In den vergangenen Jahren hat sich bereits einiges in dem Gebäude getan. Neben einer voll ausgestatteten Küche verfügt es mittlerweile über neue Fenster und Vorhänge, eine große Leinwand und einen ausgebauten Eingangsbereich. Dieser wurde bereits ganz im Zeichen der Barrierefreiheit gestaltet, die nun auch für das Innere des Gebäudes ins Gespräch kam.

So sei zwar der Zugang zum Gemeinschaftsraum sowie zu dessen kleinerem Nebenraum bereits ebenerdig, doch der Toilettenbereich bereite Menschen, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen oder auf Rollatoren angewiesen sind, ganz schöne Probleme. Die dort befindliche Stufe sei zwar mit dem nachträglich angebrachten Haltegriff etwas leichter zu bewältigen, doch optimal sei das noch nicht, erklärt Werner Jünemann.

Da der Zugangsbereich zu den Toiletten nicht genügend Platz bietet, um ihn barrierefrei umzubauen, gibt es bereits eine andere Idee, wie dieses Ziel erreicht werden könnte. So bestehe die Möglichkeit, die Stallungen, die sowohl an die Toiletten als auch an den Gemeinschaftsraum grenzen, so auszubauen, dass ein barrierefreier Zugang zu den Toiletten vom Gemeinschaftsraum aus errichtet wird. Die Schrankwand, die sich derzeit an der entsprechenden Seite des großen Saals befindet, müsste dann allerdings entfernt werden. Das sollte jedoch kein großes Problem sein, finden Werner Jünemann und seine Frau Anni, die ebenfalls im AWO-Ortsverein aktiv ist. Für die Dinge, die dort aufbewahrt werden, würde sich schon ein anderer Platz finden. „Man muss bei einer Renovierung darauf achten, dass man erhält, was erhaltenswert ist“, sagt Werner Jünemann mit Blick darauf, dass das Gebäude bereits über 100 Jahre alt ist.

Andere Töpfe

Zunächst galt das Projekt als Idee, die mit Hilfe der Leader-Region in Angriff genommen werden könnte. Doch mit deren Aus vor einigen Monaten muss nun ein anderer Weg gefunden werden. „Wir wollen erst mal versuchen, das mit anderen Töpfen für Fördergelder zu finanzieren“, verrät Werner Jünemann, der auch im Stadtrat aktiv ist. Sollte sich auf diese Weise schnell eine Finanzierungsmöglichkeit finden, sei es durchaus denkbar, dass das Projekt schon im kommenden Jahr realisiert werden könnte.

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