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„Nur gemeinsam sind wir erfolgreich“

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Absprache: Die Vertreter der Elzer Vereine und Wohlafhrstverbände treffen sich zur Abstimmung der Termine. Alle wissen, dass sie gemeinsam etwas auf die Beine stellen können, wie etwa bei der Flüchtlingsproblematik. Foto: Fritzsche
Absprache: Die Vertreter der Elzer Vereine und Wohlafhrstverbände treffen sich zur Abstimmung der Termine. Alle wissen, dass sie gemeinsam etwas auf die Beine stellen können, wie etwa bei der Flüchtlingsproblematik. Foto: Fritzsche

ELZE Fast unbemerkt und nur am Rande überreichte Ursel Marquordt als Vorsitzende des Elzer DRK-Ortsvereins einen kleinen Umschlag an Katharina Körbes, die als Diakoniebeauftragte und Vertreterin des „Runden Tisches Asyl Elze“ am Gesprächsabend der Vereinsvertreter der Sozial- und Wohlfahrtsverbände der Elzer Einheitsgemeinde teilnahm.

„Wir haben bei unserer Weihnachtsfeier des Roten Kreuzes eine Spendenbox aufgestellt. Dabei haben wir 300 Euro zusammenbekommen, die wir gerne zugunsten der Flüchtlingsarbeit vor Ort zur Verfügung stellen möchten“, so die DRK-Vorsitzende, dessen Spende von Katharina Körbes mit großer Freude entgegengenommen wurde. In diesem Zusammenhang berichtete Werner Jünemann als Sprecher der Vereinsvertreter, dass auch die AWO eine kleine Spendensumme an Dagmar Kruska-Noack überreicht habe, die diese für die von ihr aufgenommenen Flüchtlinge verwenden wird.

Der Sinn und Zweck des Treffens der Vereinsvertreter, die erstmalig in den Räumen des „Netzwerk Zukunft Elze“ zusammengekommen waren, war allerdings ein anderer. Sie alle wollten sich zum einen auf dem Laufenden halten, was die Flüchtlingssituation vor Ort angeht und zum anderen gucken, wie sie sich als Sozial- und Wohlfahrtsverbände einbringen können. Aktuell habe sich an der Flüchtlingssituation in Elze nichts geändert, lautete die Aussage von Katharina Körbes. Andreas Fromme, der als Vertreter der Stadt die derzeitige Zahl mit 66 eingetragenen Flüchtlingen angab, fügte hinzu, dass sich diese Zahl im kommenden Jahr sicherlich erhöhen wird.

Organisationsgruppen

Der „Runde Tisch Asyl Elze“ habe in der Vergangenheit bereits verschiedene Organisationsgruppen gebildet, in denen sich ehrenamtliche Helfer dafür einsetzen, dass im Bereich „Sprachkurse“, „Freizeitgestaltung“, „Sport“, „Begegnung“ und „Patenschaften/Hilfe im Alltag“ erste koordinative Maßnahmen ergriffen werden, um eine Integration der Flüchtlinge möglich zu machen. „Nur gemeinsam sind wir auf lange Sicht erfolgreich“, stellten alle Anwesenden fest und machten deutlich, dass sich jeder Verein und jeder Bürger auf seine Art mit einbringen kann. Als Anlaufstelle wurde hierbei das Elzer Netzwerk genannt, in dessen Räume jetzt auch ein erstes „offenes Treffen“ für Flüchtlinge und alle Einwohner der Einheitsgemeinde stattfinden soll. „Damit können wir erst einmal eine Basis schaffen, auf der wir aufbauen können“, waren sich alle einig. Am Mittwoch, 20. Januar, soll deshalb ab 15 Uhr ein lockeres und zwangloses Treffen bei Kaffee und Tee im „Netzwerk Zukunft Elze“, Hauptstraße 6, angeboten werden.

AWO-„Lädchen“

„Wir haben alle keine Masterpläne in der Schublade. Wir müssen dem Ganzen zwanglos gegenübertreten und einfach machen, dann klappt das schon“, zeigten sich die Vereinsvertreter zuversichtlich. In diesem Zusammenhang wies Werner Jünemann abschließend darauf hin, dass die AWO Elze im nächsten Jahr ein kleines „Lädchen“ eröffnen wird, in dem gebrauchsfähige Haushaltsgegenstände, Kleidung, Bettwäsche und ähnliches gegen eine kleine Spende angeboten werden sollen.

„Wenn alles klappt, dann werden wir noch im Januar oder Anfang Februar eröffnen. Der Erlös dieses ,Lädchens’ soll dann für Menschen in der Einheitsgemeinde genutzt werden, die eine finanzielle Unterstützung gebrauchen können.“

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