Seit 55 Jahren Blutspenden in Elze / DRK-Ortsverein lädt zum Termin für 2. Januar 2015 ein

Nummer 25 000 wird erwartet

Schaut im „Zeitungsarchiv“ nach alten Berichten: Ursel Marquordt vom Elzer DRK erwartet am 2. Januar den 25 000. Blutspender. Foto: Kuhlemann

ELZE Wenn alles normal läuft, wird bei der nächsten Blutspendeaktion des DRK-Ortsvereins Elze, die für Freitag, 2. Januar 2015, um 15 Uhr geplant ist, der 25 000 Blutspender „angezapft“. Der- oder diejenige wird mit einem Präsent belohnt. „Wie das aussieht, soll aber an dieser Stelle noch nicht verraten werden“, sagt Ursel Marquordt vom DRK-Vorstand.

Laut Unterlagen gibt es bereits seit 55 Jahren Blutspenden im 115 Jahre alten Elzer Ortsverein. „Die ersten waren noch in der ehemaligen Grundschule am Rathausplatz gegenüber der Kirche. Später kamen die Leute zum Blutspenden in den Bürgertreff an der Sedanstraße, aber seit den 1980er Jahren sind wir in der Astrid-Lindgren-Schule am Heilswannenweg“, sagt Ursel Marquordt, die in alten Unterlagen blättert, um Berichte über frühere Blutspendetermine rauszusuchen. Die Aula der Grundschule habe sich als idealer Ort für die Blutspendeaktionen behauptet, nicht zuletzt wegen der Küche, die dem Elzer DRK-Helferteam zur Verfügung steht. Ursel Marquordt erinnert sich schmunzelnd an ihre erste Blutuntersuchung. Wegen der bevorstehenden Geburt der Tochter habe sie sich 1965 in einem Hildesheimer Institut untersuchen lassen, um die Blutgruppe zu bestimmen. Bei einer Blutspende in Elze (zu der Zeit war noch Anna Dannhausen Vorsitzende des Vereins) habe der Arzt jedoch eine ganz andere Blutgruppe festgestellt, die Ursel Marquordt jetzt immer fest im Gedächtnis hat, weil sie so selten ist: Blutgruppe A/B Rhesus negativ. „Heute darf ich leider nicht mehr spenden, weil ich Diabetikerin bin, aber ich freue mich über jeden, der den Weg in die Astrid-Lindgren-Schule findet, um mit seinem Blut möglicherweise anderen zu helfen“, sagt die DRK-Schriftführerin.

In Elze waren die Zahlen der Blutspenden immer gut, wie Ursel Marquordt anhand der Zeitungsberichte (die sie von ihrer Vorgängerin Elfriede Lohse übernommen hat) belegen kann – in der Regel kamen weit mehr als 100 Freiwillige zu den Terminen. In den 1980er Jahren beispielsweise, als Berta Dörrie Vorsitzende war, waren es 152 Spender. Im gesamten Jahr 1994 waren es laut Aufzeichnungen 164 im Durchschnitt. Der 13 000. Blutspender war am 5. Juli 1994 Ralph Bruns – nicht verwandt mit der damaligen zweiten Vorsitzenden Edith Bruns. Bianca Tomoski war 1997 15 000. Blutspenderin, im April 1999 war Günter Schaper der 16 000. Blutspender in Elze. Andrea Scharnbeck wurde als 19 000. Spenderin registriert – das war im Januar 2004, also vor fast genau elf Jahren. Am 2. Januar 2015 wird der 25 000. Blutspender in der Vereinsgeschichte des DRK Elze erwartet. „Laut Liste fehlen noch 114 Spender, ich glaube, das müsste klappen“, geht Ursel Marquordt davon aus, dass es am ersten Freitag des Jahres ein Jubiläum zu feiern gibt.

Der- oder diejenige wird nicht nur mit einem Geschenk belohnt, sondern nach dem Blutspenden, wie alle anderen Teilnehmer auch, mit Leckereien vom Büfett verwöhnt. „Ohne die vielen Helferinnen würde das nicht funktionieren“, bedankt sich Ursel Marquordt bei den fleißigen Damen, die bei der Annahme, im Spendenraum und „hinter den Kulissen“ in der Küche dafür sorgen, dass die Aktion reibungslos verläuft und die Spender sich wohlfühlen. Die ehrenamtliche Arbeit des DRK-Teams sei nicht selbstverständlich, schließlich würden die Damen viele Stunden ihrer Freizeit opfern – einige schon seit mehr als 20 Jahren. Warum der Termin so kurz nach dem Jahreswechsel gewählt wurde, ist leicht zu erklären: „Wir können nur in die Schule, wenn sie nicht besetzt ist. Jetzt sind Ferien“, so Marquordt.

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