Busstopps in den Ortschaften: „Kurzfristige kleine Lösung“ in Esbeck gewünscht

SPD nimmt Haltestellen unter die Lupe

Esbeck, Mehle und Sehlde: Bei ihrer Tour über die Dörfer werfen die Elzer Sozialdemokraten einen genauen Blick auf die Bushaltestellen in den Ortschaften. Fotos: Appel

Esbeck Eine kleine Rundtour durch Esbeck, Sehlde und Mehle haben die Genossen vom SPD-Stadtverband hinter sich. Grund war, dass die Sozialdemokraten ein kritisches Auge auf den Zustand der Bushaltestellen in der Einheitsgemeinde werfen wollen. Entsprechend startete die Rundreise an jener Haltestelle, die zuletzt am meisten Wirbel verursacht hat: an der Bushaltestelle Esbeck-Ort.

Von dem Haltepunkt an der Landesstraße in Richtung Eime starten morgens an die zehn Kinder in ihren Schultag an der KGS, wie der Esbecker Michael Götzel den Sozialdemokraten schilderte. Damit der Esbecker Nachwuchs beim Warten auf den Bus nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt ist, hatte Götzel bei der Stadt beantragt, dass die Haltestelle an der Landesstraße eine Überdachung erhält (die LDZ berichtete). „Unser Vorschlag: Das Schild beziehungsweise die ganze Haltestelle ein paar Meter in Richtung Einmündungsbereich der Sonnenbergstraße verlegen. Dort gibt es eine Rasenfläche, die der Stadt gehört und ausreichend Platz für eine kleines Wartehäuschen hat“, so Götzel.

Sein Ansinnen traf bei den Sozialdemokraten nicht auf taube Ohren. „Die Argumente der Gefährlichkeit an der Landesstraße und, dass die Kinder der Witterung ausgesetzt sind, leuchten ein“, fasste Stadtverbands-Vorsitzender Michael Falke zusammen ehe die Genossen vor Ort die Gegebenheiten erörterten und mögliche Varianten besprachen. Die Stadt sei derzeit in Gesprächen und Abstimmung mit anderen Behörden – auch hinsichtlich möglicher Förderungen, erläuterte Werner Jünemann.

Umrüsten

Zudem berichtete Falke davon, dass die Stadt bis 2020 die Haltestellen in der Einheitsgemeinde peu à peu barrierefrei und behindertengerecht, sprich beispielsweise mit taktilen Leitlinien und erhöhten Bürgersteigen, umrüsten wolle.

Nichtsdesotrotz waren sich die Sozialdemokraten einig, dass für den Busstopp in Esbeck eine „kurzfristige“ Lösung gefunden werden soll, damit zumindest erstmal kein Kind mehr im Regen stehen muss. Entsprechend wolle man die Verwaltung bitten, zu prüfen, ob und wie eine „einfach Lösung“ zu realisieren sei.

„Kleine Lösung“

Auch dazu, wo diese kleine Haltestelle hinkommen und wie das Wartehäuschen aussehen könnte, machten sich die Sozialdemokraten Gedanken. So wurde beispielhaft das „plexigläserne“ Wartehäuschen am Mehler Friedhof besichtigt. Ein solches Exemplar mit ein paarüberdachten Steh- und Sitzgelegenheiten sei als „kleine Lösung“, die wohl bei 7 000 Euro läge, auch für den Esbecker Fall denkbar.

So gewährleiste die durchsichtige Variante, dass die Haltestelle für Autofahrer gut einsehbar ist. Abgesehen von der Haltestelle Esbeck-Ort hatten die Sozialdemokraten an den weiteren Busstopps in Esbeck, Sehlde und Mehle wenig Grund zum Mäkeln. Zum Punkt behindertengerechte Haltestellen merkte Wolfgang Thiesemann an, dass die teilweise zu kleinen Fahrpläne für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen nur schwer zu lesen seien.

Am Freitag wollen die Genossen ihre Tour fortsetzen. Dann fahren die Sozialdemokraten Haltestellen in der Kernstadt, in Wülfingen, Sorsum und Wittenburg an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare