Heimat- und Geschichtsverein durchleuchtet längst vergangene Unternehmen

Neues Buch über Elze

Trägt die Fakten zusammen: Werner Beermann kündigt für Anfang September ein neues Buch des Elzer Heimat- und Geschichtsverein zum Thema „Elzer Unternehmen“ an. Foto: Kuhlemann

ELZE Auch in den Sommerferien haben die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Elze gut zu tun, denn es gibt Projekte, die über mehrere Monate, teilweise über Jahre andauern. Eines der Projekte soll Anfang nächsten Monats abgeschlossen sein, denn das Buch zum Thema „Vergangene Unternehmen in Elze“ soll am Montag, 7. September, um 20 Uhr beim nächsten Termin des Vereins im Hotel Papenhof offiziell vorgestellt werden.

Fünf ehemalige Firmen aus der Saalestadt sollen laut Informationen von Werner Beermann in dem Buch vorgestellt werden, die über Jahrzehnte mit zum Stadtbild gehört haben, jetzt aber schon lange nicht mehr existieren. Die Gebäude stehen zwar noch, werden aber anderwertig genutzt.

Wie zum Beispiel die Firma Büschgens an der Gerberstraße, die dafür bekannt war, Füllfederhalter zu produzieren. Auch die benachbarte Firma Battermann, die eine Ölmühle betrieben hat, gibt es lange nicht mehr. Dort war auch eine Lohmühle angesiedelt.

Lohe war die Rinde der Eiche, die zum Gerben von Fellen gedient hat.

Ein weiteres Unternehmen, das im Buch aufgeführt wird, ist das Delikatessengeschäft Degenhard an der Bahnhofstraße. Hier gab es so manche Leckerei, wie Beermann betont.

Auf dem Gelände der damaligen Firma Gramann an der Bahnhofstraße (gegenüber vom Amtsgericht) war eine Sägemühle installiert. Außerdem wurde 1896 ein Elektrizitätswerk aufgebaut, das die ersten Straßenlaternen in Elze mit Strom versorgt hat, wie Beermann informiert. Interessant waren auch seine Nachforschungen zur Firma Kösel an der Löwentorstraße. Das Anfang 1900 gegründete Unternehmen hat Maschinen verliehen, unter anderem große Dampfwalzen an Baufirmen der Region. Wie Werner Beermann berichtet, habe er knapp zwei Jahre lang recherchiert, um alle Ergebnisse zusammenzuhaben. „Ich habe mit den Nachfahren gesprochen, ob sie Material zur Verfügung stellen könnten. Dann habe ich das Material chronologisch sortiert und mit Fragen und Kommentaren versehen an die Nachfahren zurückgegeben. Der Arbeitsauftrag für die Beteiligten war wichtig, denn sie konnten die Informationen aufschreiben, die mir gefehlt haben“, so der Berufsschullehrer zu seiner erfolgreichen Interview-Methode. Anfang September soll das Buch, das etwa 150 Seiten mit vielen alten Fotos umfasst, erscheinen. Beim Vorstellungstermin am 7. September werden dann die Nachfahren der einstigen Firmeninhaber zu Gesprächen bereit sein.

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