„Wait4it“-A-capella-Pop-Quartett begeistern Besucher des Wittenburger Sommers / Nächste Vorstellung im Juli

Ein neuer Ton aus jedem Mund

Die vier Musiker Sonja Sandig, Leona Bornemann, Johannes Zieseniß und Lorenz Mahnke von „Wait4it“ begeistern das Publikum mit ihrer erfrischenden Art. Fotos: Corcilius

WITTENBURG  Spannung im Kloster. Das erste Stück „Run“ ertönt von weit her und versetzt die Hörer in eine eher kontemplative Stimmung: Die jungen Künstler des A-capella-Pop-Quartetts „Wait4it“ stehen im Westflügel der Klosterkirche Wittenburg und sind für das Publikum im Kirchenschiff noch nicht sichtbar.

Zu hören sind nur die warmen, klaren Stimmen, die neugierig auf die Menschen dahinter machen. Und dann treten sie in Jeans und Shirts in Erscheinung und beglücken die Konzertbesucher fast zwei Stunden lang mit ihrer frischen und fröhlichen Ausstrahlung und einer Musik, die eingeht und die sowohl den Geschmack der Jugendlichen und der älteren Generation trifft. Sonja Sandig (20, Sopran), Leona Bornemann (20, Alt), Johannes Zieseniß (19, Tenor) und Lorenz Mahnke (20, Bass) sind Mitglieder des Springer Jugendchores Quilisma und haben im Jahr 2011 das Quartett „Wait4it“ gegründet. Seitdem haben sie schon an die 80 Auftritte in der Region Hannover absolviert und den bundesweiten Nachwuchswettbewerb „A-Capeido“ gewonnen. Drei Mitglieder des Quartetts studieren seit ihrem Abitur in Braunschweig und Hannover, einer absolviert ein freiwilliges soziales Jahr. Beim Konzert stellen sie unter anderem alle sechs Titel ihrer CD „Harmonize with birds“ vor, die Ende April erschienen ist, und die sowohl eigene als auch fremde Arrangements enthält. Beim Lied „Everything is sound“ wird das Publikum zum Refrainsingen animiert. Später rufen sie ihrem Freund und Tonmeister des Nachmittags, Jan Goeritz, auf die Bühne, die eigentlich der Altarraum ist. „Der kann Schlagzeug nur mit dem Mund erzeugen und wird uns jetzt zu Wolf and I begleiten. Das führen wir heute erst zum zweiten Mal auf“, kündigen sie an. Das klingt unglaublich echt, und man merkt Zuhörern und Sängern den Spaß an, den sie dabei haben. „Das werden wir auf jeden Fall im Programm behalten“, beschließen sie folglich. „Discoatmosphäre in der Kirche“ kündigt Lorenz Mahnke zu „Please don´t stop the music“ an, indem er kurz einen Basston aufnimmt und sofort als Endlosschleife im Hintergrund abspielen lässt. Ein bisschen Entspannung bieten sie mit „Only you“, dem ersten Lied, das sie zusammen gesungen haben, an. Aber eigentlich ist die ganze Veranstaltung wunderbar entspannend und erfrischend. Als Zugabe nach dem begeisterten Applaus singen sie „Good night, sweetheard“ und statt „Danke“ zu sagen, singen sie es: „Mercie, dass es Dich gibt“. Das Konzert fand in der Reihe des Wittenburger Sommers, die vom Verein der Freunde der Wittenburger Kirche veranstaltet wird, statt. Am Sonntag, 6. Juli, um 17 Uhr wird sie unter dem Titel „Alles hat seine Zeit“ mit dem Quilisma Kinder- und Jugendchor Springe fortgeführt. uc

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