Schild „Bäume können nicht ausweichen“ an der Bundesstraße 3 offensichtlich mutwillig zerstört

Neue Form von Vandalismus?

Die Warntafel an der Bundesstraße 3 bei Wülfingen wird abmontiert, weil ...

WÜLFINGEN / SORSUM Vor wenigen Tagen haben Mitarbeiter der Straßenmeisterei Gronau die Warntafel „Bäume springen nicht zur Seite“ an der Bundesstraße 3 zwischen Sorsum und Wülfingen abmontiert. Der Grund: Unbekannte haben sie offensichtlich derart beschädigt, dass sie drohte abzureißen und auf die Fahrbahn zu fallen.

Zur Erinnerung: Feierlich wurde das Schild im Juli vergangenen Jahres an der Bundesstraße 3 zwischen Sorsum und Wülfingen eingeweiht – im Beisein von Verkehrsminister Olaf Lies, Verkehrswacht-Präsident Heiner Bartling, CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Krumfuß (gleichzeitig Vorsitzender der Verkehrswacht Alfeld) und Landrat Reiner Wegner. Mit der Kampagne „Bäume springen nicht zur Seite“ wollen das Land Niedersachsen, das Verkehrsministerium und die Verkehrswacht gezielt gegen zu schnelles Fahren vorgehen, hieß es damals. Das gilt auch noch heute, denn Niedersahcsen ist das Bundesland mit der höchsten Anzahl von Baumunfällen in Deutschland, wie bei dem Termin an der B 3 mitgeteilt worden war. Damals hatten sowohl Wegner als auch Lies darauf hingewiesen, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung immer ein probates Mittel zur Senkung der Unfallzahlen mit Verletzten und Toten sei. Jetzt, ein halbes Jahr später, musste das Schild an der B 3 abmontiert werden, weil es stark beschädigt wurde. Nicht aber vom Sturm, wie erst vermutet wurde, sondern offensichtlich von Vandalen. Denn: „Die Tafel besteht aus Alu mit Kuntstoffkern. Bei starkem Wind würde das Schild nicht zertrennt, sondern höchstens an den Schrauben, die es halten, herausgerissen werden“, sagt ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Gronau, wo die zerstörte Warntafel an einem Schuppen stehend gelagert wird. Zwar habe er schon öfter erlebt, dass Schilder aus der Halterung gerissen, beschmiert oder bestohlen worden sind, doch so etwas habe er noch nicht gesehen. „Ich kann das nicht fassen, denn mit dem Schild weisen wir auf die Gefahren hin, denen die Autofahrer ausgesetzt sind“, ärgert sich Klaus Krumfuß über die zerstörte Warntafel, die aus seiner Sicht ihren Zweck erüllt habe, weil die Verkehrsteilnehmer bei ihrem Anblick den Fuß vom Gaspedal nehmen. Der Vorsitzende der Verkehrswacht Alfeld werde sich dafür einsetzen, dass das zerstörte Schild schnell durch ein neues ersetzt wird. Das mache Sinn, gerade vor dem Hintergrund, dass der Landkreis den Versuch startet, bei Baumalleen eine Geschwindigkeitsreduzierung durchzusetzen.

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