Zahlreiche Interessierte machen sich selbst ein Bild vom Elzer Projekt „Gemeinschaftlich Wohnen“ an der Hauptstraße

Neubau platzt fast aus allen Nähten

Thomas Bruns erläutert die Pläne zum barrierefreien Wohnen am Saaleufer: An der Engen Straße plant Bauunternehmer Albert Fischer das neueste Projekt.

Elze Die Räume an der Elzer Hauptstraße 51 platzten fast aus allen Nähten, so groß war der Andrang an interessierten Bürgern, die sich selbst ein Bild vom Elzer Projekt „Gemeinschaftlich Wohnen“ machen wollten.

Gemeinsam mit dem Bauherren Albert Fischer hatte das „Netzwerk Zukunft-Wohnprojekt Elze“ den bundesweiten Aktionstag „Gemeinschaftliches Wohnen 2015“ genutzt, um ihr Projekt vor Ort näher vorzustellen und der Öffentlichkeit einen Einblick in die mittlerweile vergebenen Wohnungen an der Hauptstraße zu gewähren. Petra Willke-Fischer übernahm die Begrüßung der vielen Gäste und machte deutlich, dass die gesellschaftlichen Veränderungen eine Kommune vor neue Herausforderungen stellt. „Wir haben heute eine 20-jährige längere Lebensdauer zu erwarten, als noch vor 100 Jahren“, stellte die Architektin fest. „Und diese Jahre möchten wir in einer gesteigerten Lebensqualität verbringen. Mit dem Projekt des gemeinschaftlichen Wohnens hier in Elze ist es möglich, diesen Lebensabschnitt in einer eigenen abgeschlossenen Wohnung zu verbringen und dabei trotzdem eine starke Hausgemeinschaft mit Menschen, auf die man sich verlassen kann, zu verbringen.“ Willke-Fischer dankte dabei besonders Albert Fischer für seine Bereitschaft, als Investor das Projekt mitzutragen und erntete dafür den spontanen Beifall der Anwesenden.

Stolz auf das Projekt

Die zukünftigen Nutzer der Wohnungen, die im nächsten Jahr bezugsbereit werden, hatten sich bereit erklärt, die Besucher an diesem Tag durch ihre Wohnungen zu führen und erläuterten, weshalb sie sich für das neue Projekt entschieden haben. „Meine Frau und ich haben schon länger überlegt, wie wir im Alter leben möchten und uns nach eingehenden Informationen für das gemeinschaftliche Wohnprojekt entschieden. Wir konnten dank Herrn Fischer bei der Innengestaltung der Räume eine ganze Menge mitbestimmen und sind heute überzeugt davon, das Richtige zu tun.“ „Wir haben ein riesengroßes Haus besessen und uns überlegt, was wollen wir eigentlich in Zukunft, wenn wir dieses große Haus einmal nicht mehr bewohnen und bewirtschaften können? Wir wollten etwas mieten und das Angebot dieses Projektes gab uns die Chance, die eigenen alten vier Wände loszulassen und im nächsten Jahr hier einzuziehen“, führte Sabine Kullmann aus.

Stolz auf das Projekt zeigte sich auch Birgit von Cramm als stellvertretende Bürgermeisterin. „Projekte solcher Art muss es noch viel mehr geben“, so die Ratsfrau und gab damit für Albert Fischer das Stichwort, der anschließend sein neuestes Projekt vorstellte. „Ich habe den Traum, an der Engen Straße in Elze etwas zu bauen, wo sich jeder wohlfühlen kann“, gestand der Bauexperte. „Dieser Traum rückt nun in spürbare Nähe. Barrierefreies Wohnen am Saaleufer in Elzes Enger Straße ist ein weiteres Projekt, in dem auf drei Etagen elf Wohnungen in unterschiedlichen Größen als Eigentumswohnungen angeboten werden sollen. Und wenn ein, zwei Wohnungen nicht verkauft werden, dann wäre ich auch bereit, diese zu vermieten“, machte der Bauherr neugierig und hatte für die interessierten Elzer bereits Pläne vorbereitet, auf denen sie einsehen konnten, wie das neuste Projekt in Elze aussehen wird.

Auch die Wohnungen an der Elzer Hauptstraße sollten nach ersten Überlegungen von Fischer zu Eigentumswohnungen umgebaut werden. „Dann aber ist das Netzwerk Zukunft an mich herangetreten und ich habe mich dem Projekt gerne angeschlossen. Die Kombination dessen, dass im hinteren Bereich des Hauses Menschen selbstständig wie gemeinschaftlich wohnen können und sie außerdem im vorderen Bereich aller Voraussicht nach eine Einrichtung finden, die im Ernstfall eine Betreuung älterer Menschen ermöglicht, die ist in Niedersachsen einmalig“, freute sich der Investor.

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