Stadt und Ärzteschaft planen mit einem Investor einen Neubau an der Hauptstraße

MVZ: Ein Meilenstein für Elze

„Etappensieg“ von Kommune und Ärzteschaft: Bürgermeister Rolf Pfeiffer freut sich, dass ein Medizinisches Versorgungszentrum in Elze genehmigt wird. Foto: Kuhlemann

ELZE Elze bekommt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), das schon im Juli entstehen wird. „In Sachen medizinische Versorgung ist das der sicherste Schritt in die Zukunft für die Elzer Bevölkerung – ein Meilenstein“, betont Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer, der gemeinsam mit der Ärzteschaft seit Jahren darauf hingearbeitet hat. Nach seiner Aussage hat der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) am Mittwoch „grünes Licht“ für das Projekt gegeben.

Seit 2013 (die LDZ berichtete), seitdem Elze bei der Bedarfsplanung dem arztmäßig überversorgten Gebiet des Altkreises Hildesheim zugeordnet wurde, arbeiten Kommune und Ärzteschaft mit zunehmender Beschleunigung an der Errichtung eines MVZ, die es bislang überwiegend nur in Großstädten gibt (Beispiel: MVZ am Bernward-Krankenhaus in Hildesheim). Ziel ist es, den möglichen Folgen des frisch vom Bundeskabinett beschlossenen und in erster Lesung im Bundestag befindlichen Versorgungsstärkungsgesetzes (LDZ berichtete) entgegenzuwirken, das im schlimmsten Fall dazu führen könnte, das Arztsitze im überversorgten Elze gestrichen und nicht ersetzt würden. Im Moment stehen Elze sechs Mediziner für die hausärztliche Versorgung und eine Fachärztin zur Verfügung. Das sollen in Zukunft – durch den Bau des MVZ – auf keinen Fall weniger werden, eher noch mehr. Das erhoffen sich Pfeiffer und die Ärzteschaft.

„Es werden mehrere Arztsitze zusammengefasst, um die ärztliche Versorgung in Elze künftig sicherzustellen und angestellte Ärzte beschäftigen zu können“, informiert einer der Ärzte, die das Medizinische Versorgungszentrum gemeinsam mit der Kommune vorangetrieben haben. Die Tatsache, dass einige Ärzte ihre Selbstständigkeit aufgeben, um dann im Elzer MVZ als Angestellte zu arbeiten, sieht er nicht als Nachteil, sondern eher als Chance – vor allem für den Nachwuchs. So sieht es auch der Bürgermeister: „Wir hoffen auf Synergieeffekte. Vielleicht locken wir mit anderen Öffnungszeiten sogar noch mehr Fachärzte an“, so Pfeiffer, der beispielsweise an weibliche Ärzte denkt, die als junge Mütter nur als Angestellte arbeiten möchten. Interessenten gebe es bereits.

An welcher Stelle gebaut wird, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden – nur so viel: „Es wird einen Neubau an der Elzer Hauptstraße geben, ein mehrgeschossiges Haus, in dem auch Wohnungen und Geschäfte untergebracht werden“, sagt Pfeiffer, der betont, dass das Gebäude auf jeden Fall barrierefrei sein wird. Und: Die Patienten, vor allem die Rentner, sollen keine weiten Wege auf sich nehmen müssen, so Pfeiffer weiter. Gemeinsam mit den Ärzten wartet das Stadtoberhaupt auf die Bescheide, um dann die Detailplanung des MVZ in Elze vorzustellen.

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