UWE betont Bedeutung der Integration und fordert vom Kreis mehr Kommunikation

„Müssen Fremdenhass und Rassismus entgegentreten“

„Nein zu Fremdenhass. Ja zu einer Willkommenskultur.“ Mit diesem Slogan wollen die Unabhängigen Wähler deutlich machen, dass „Hass und Gewalt gegenüber Flüchtlingen in keiner Weise tolerierbar ist“. Foto: Appel

ELZE „Wir wurden von der Aktualität förmlich überrollt“, leitete Michael Röver, Pressesprecher der Unabhängigen Wähler (UWE), das Pressegespräch ein. Man merkt: Die Ereignisse in Salzhemmendorf haben auch in Elze ihre Spuren hinterlassen. „Der feige Brandanschlag in Salzhemmendorf zeigt, dass wir nicht einfach mit dem Finger auf andere Städte und Regionen Deutschlands zeigen können, sondern, dass es rechtes Gedankengut überall – auch bei uns – gibt und wir Fremdenhass und Rassismus überall entgegentreten müssen“, betonen die Unabhängigen daher.

„Nein zu Fremdenhass. Ja zu einer Willkommenskultur.“ Mit diesem Slogan wollen sich die Unabhängigen klar positionieren. „Man muss sich deutlich gegen Fremdenhass positionieren. Je mehr dies tun, desto stärker prägen diese das Bild von Deutschland“, so Röver. „Hass und Gewalt gegenüber Flüchtlingen ist in keiner Weise tolerierbar“, sagt Röver.

Kontakte knüpfen

Wenngleich sich die Unabhängigen schockiert von den beschämenden Ereignissen in Heidenau und anderen Orten Deutschlands zeigen, so verweisen sie auch auf die Aktualität des Flüchtlings-Themas in Elze. „Wir sind von der Stadtverwaltung informiert worden, dass hier bis zum Jahresende womöglich bis zu 60 Asylsuchende erwartet werden könnten“, so Klaus Janke. Integration, die auf vielfältige Weise geschehen kann, sei das A und O. „Durch eine gelungene Integration kann es sogar möglich sein, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken“, sagt Janke. Die UWE wolle sich für die Integration von Flüchtlingen in Elze einsetzen und diese unterstützen. „Wir wollen mithelfen, beispielsweise Kontakte zu Vereinen knüpfen, die Fühler nach Unterbringungen ausstrecken und Kontakt zum Runden Tisch Asyl aufnehmen“, so Röver. Die Unabhängigen sind sich sicher: „Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist da.“

Vor diesem Hintergrund fordern die Unabhängigen vom Landkreis, dass dieser die Kommune und die Menschen vor Ort mehr miteinbindet beziehungsweise vor allem im Vorfeld informiert. „Es kann nicht sein, dass die Menschen vor Ort, diejenigen, die helfen und integrieren wollen, nicht Bescheid wissen“, appellieren die Unabhängigen und ergänzen: „Die Stadtverwaltung kann nicht reagieren, wenn sie nicht weiß, wer wann wohin kommt“, zeigen sie die Problematik auf.

Kommunen dürften mit den Flüchtlingen nicht alleine gelassen werden. Es gelte, eine Überforderung einzelner Städte und Gemeinden zu vermeiden. „Hier ist die Bundesregierung zusammen mit den Ländern und Landkreisen in der Pflicht, endlich für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen.“

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