SuedLink: Unterschriftenliste gegen Trassenverlauf übergeben

350 Mehler geben ihre Autogramme

Unterschriften gegen die Stromautobahn: Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann und Nicole Braunert hoffen, dass das Anliegen der Mehler bei der SüdLink-Planung berücksichtigt wird. Foto: Appel

MEHLE Selbstverständlich habe er die Hoffnung, dass die Aktion etwas bewirkt: Wenn rund 350 Menschen ihren Protest kundtun, dann kann das nicht ganz unbeachtet bleiben, zeigt sich Mehles Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann verhalten optimistisch, dass die Mehler bei der Firma TenneT in Sachen Trassenverlauf der geplanten Stromautobahn Südlink Gehör finden.

Rund 300 Unterschriften hat Thiesemann in der vergangenen Woche an Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer übergeben. „Mittlerweile sind nochmal 50 hinzugekommen“, sagt Thiesemann und dankt Diane Thiesemann und Nicole Braunert für die organisatorische Unterstützung. Unabhängig von der anvisierten Zielmarke von 400 Autogrammen ist der Ortsvorsteher mit der erreichten Zahl zufrieden: „Das sind mehr als ein Drittel aller Mehler. Wenn man nur die Erwachsenen berücksichtigt, dann sogar mehr als die Hälfte.“

Die Angst der Mehler um ihr bewaldetes Naturschutzgebiet Limberg und Osterwald nördlich des Ortes hat die Bürger innerhalb weniger Tage an die ausgelegten Listen getrieben. „Es geht den Leuten darum, sich gegen die Verschandelung unserer Naturschutzgebiete auszusprechen“, fasst Thiesemann zusammen. Hintergrund ist eine eingebrachte Alternative zum Trassenkorridorvorschlag, die westlich von Elze von der Bündelungsachse abweicht und zunächst in westlicher Richtung vorbei an Mehle und Osterwald (südlich) verläuft. Noch bis zum 31. Dezember kann Einspruch erhoben werden, denn TenneT befindet sich noch in der Vorplanungsphase. „Wenn SüdLink schon hier entlanglaufen muss, dann doch parallel zur bestehenden 380 KV-Leitung“, nennt Thiesemann eine Alternative.

„Nachzügler“ können ihre Unterschrift noch in die Listen in der Bäckerei Freimann, in Butzes-Stübchen und im Blumengeschäft eintragen. Die bereits an Bürgermeister Rolf Pfeiffer weitergegebenen Unterschriftenliste hat dieser, ergänzt um ein Anschreiben, an die Firma Tennet weitergeleitet. Zudem lud Pfeiffer die Ortsvorsteher und die Bürgerinitiative Pro Sehlde zum Gespräch: „Wir haben uns zusammen Gedanken darum gemacht, wie man geschlossen gegen das Vorhaben vorgehen kann“, betont Pfeiffer den „gemeinsamen Nenner“.

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