Finale von Zirkus Kartusch bildet sehenswerte Abschlussveranstaltung der Herbst-Ferienpassaktion

„Luftikusse“ erobern den Saal

Das große Finale: Zum Ende der Show „Die vier Elemente“ präsentieren sich alle Beteiligten und die Elzer Jugendpfleger noch einmal dem Publikum in der Aula der Astrid-Lindgren-Schule. Fotos: Corcilius

ELZE Das Ende der Ferienpassaktionen 2015 krönte ein großes Finale: Der „Zirkus Kartusch“ gab exklusiv in Elze sein alljährliches, einziges und beliebtes Gastspiel. Ob wirklich alle kleinen Künstler die ganze Probenwoche lang zuhause dicht gehalten haben? In den turbulenten Tagen, die hinter ihnen liegen, muss ihnen das Schweigen sehr schwer gefallen sein.

Wie dem auch sei, in der Aula der Astrid-Lindgren-Schule nehmen erwartungsvolle Eltern, Geschwister, Großeltern, Patentanten und -onkel und sonstige neugierige Menschen Platz und warten darauf, dass die Geheimnisse um die Zirkusnummern sich lüften.

Im Nebenraum versammelt Theaterpädagogin Julia Solórzano die fünf Jungen und 16 Mädchen, die an dem Ferienpassprojekt der Stadtjugendpflege teilnehmen zum letzten Sitzkreis. Sie sind barfuß und ganz in weiße oder schwarze Leggings und T-Shirts gekleidet, halten sich an den Händen und rufen sich noch einmal die für sie schönsten Momente der ereignisreichen Woche in Erinnerung. Unter Anleitung von Julia Solórzano und Jugendpfleger Hendrik Wehr, die für das Bühnenprogramm zuständig sind, haben sie zu dem Motto „Die vier Elemente: Luft, Feuer, Erde, Wasser“ eigene Ideen entwickelt und daraus Zirkusnummern erarbeitet und einstudiert. Auch die Dekorationen, Requisiten und Kostüme haben sie selber entworfen und mit einfachsten Mitteln effektvoll hergestellt. Unter den Kindern sind vier „Neue“, alle anderen sind schon länger Zirkusmitglieder, zwei Mädchen sind sogar schon seit acht Jahren dabei und haben ihre „Karriere“ als damals vierjährige „Nummernkinder“ begonnen. In diesem Jahr tragen Mara und Leona, die mit ihren fünf Jahren die jüngsten Mitwirkenden sind, die bunten Schilder, die jede Nummer ankündigen. Die acht freiwilligen Helfer, die Jugendpflegerin Ilka Tensfeld heute hinter den Kulissen und beim verführerischen Kuchenbüffet zur Seite stehen, gehen auf ihre Posten und dann beginnt die Vorstellung mit lauten Rufen hinter dem noch geschlossenen Vorhang. „Zirkus Kartusch, Zirkus Kartusch“, dröhnen 21 Kinderstimmen immer lauter werdend in den Zuschauerraum hinein, der Vorhang öffnet sich und fahnenschwenkend heißen die Akteure das Publikum willkommen.

Da jonglieren weiß gekleidete „Luftikusse“ weiße Ballons durch die Luft. Dazu ertönt beschwingte Musik und kleine Lichtflecke tanzen über die Bühne. Schwarze Feuerteufel stürmen zu afrikanischer Trommelmusik rot-gelbe Flämmchen werfend über das Parkett und zeigen halsbrecherische Akrobatik. Die Clownsnummer, die jeder ordentliche Zirkus im Programm hat, heißt bei Kartusch heute „Witz vom Dienst“: dickbäuchige rotnasige Bauarbeiter symbolisieren das Element „Erde“ und vollführen mit ihren Zollstöcken allerhand Blödsinn bei dem Versuch, ein Haus zu bauen. Und in der Wasserwelt gibt es „Turbulenzen“: Ein breites blaues Tuch stellt das feuchte Element dar. Darin tummeln sich Wasserwesen im türkisblauen Müllsackgewand, springen (Kuscheltier-) Fische, schwimmt der Müll. Beim Finale versammeln sich alle Artisten noch einmal und holen sich ihren verdienten Applaus. „Im nächsten Jahr gibt es das Zirkusangebot sicher wieder. Das macht viel zu viel Spaß“, freut sich Ilka Tensfeld als Organisatorin schon heute, denn „die Stimmung war wieder super“.

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