Abschluss der Friedensdekade: 30 Elzer lernen „Snacks“ aus verschiedenen Regionen der Welt kennen

Lockere Begegnung bei Leckereien

„Snacken weltweit“: Bei Käsehäppchen, dänischen Teigschnecken, italienischer Kartoffelpizza und kleinen Pizzen vergleichbaren arabischen Spezialitäten, Piroggen und Pumpernickel oder farbenfrohen Granatäpfeln kommt man schnell miteinander ins Gespräch. Fotos: Oelkers

Elze „Ein gutes Essen bringt gute Leute zusammen.“ Wie viel Wahrheit in den mehr als 2000 Jahre alten Worten des griechischen Philosophen Sokrates steckt, hat sich zum Abschluss der dieses Jahr im Zeichen der Flüchtlingsproblematik stehenden ökumenischen Friedensdekade im evangelischen Gemeindehaus Elze gezeigt.

Die Peter- und Paul-Kirchengemeinde und der Arbeitskreis „Runder Tisch Asyl“ hatten zum „Snacken weltweit“ eingeladen. Eigentlich war, wie Pastorin Evelyn Schneider erzählte, auch eine Diskussion über den in der Peter- und Paulkirche gut eine Woche zuvor gezeigten Film „Le Havre“ geplant. Doch dieser Teil des Abends entfiel, weil von den Anwesenden nur wenige bei der Filmvorführung dabei gewesen waren. „Ich freue mich über jeden, der kommt“, begrüßte die Pastorin zunächst auf Deutsch, dann noch einmal auf Englisch die rund 30 Elzer, unter ihnen vier Flüchtlinge aus dem Sudan: „Wir werden uns einfach begegnen und miteinander sprechen, vielleicht auch mit Händen und Füßen.“ Die sympathisch-lockere Vorstellung der von den Teilnehmern mitgebrachten Snacks aus den verschiedenen Regionen der Welt war ein gelungener erster Schritt, das Eis zu brechen und aufeinander zuzugehen. Sprachprobleme konnten mit Hilfe von Mohamed Eltieb überbrückt werden. In nur wenig mehr als einem Jahr in Deutschland hat der Sudanese schon sehr gute Deutschkenntnisse erworben und konnte für seine erst vor drei Monaten nach Deutschland gekommenen und gut vier Wochen in Elze lebenden Landsleute ins Arabische übersetzen. Bei Käsehäppchen, dänischen Teigschnecken, italienischer Kartoffelpizza und kleinen Pizzen vergleichbaren arabischen Spezialitäten, Piroggen und Pumpernickel oder farbenfrohen Granatäpfeln kam man schnell miteinander ins Gespräch. „Granatäpfel sind das Nationalgericht der Armenier und meine Vorfahren stammen aus Armenien“, erklärte eine Teilnehmerin und erinnerte damit zugleich an eine erfolgreiche Integrationsgeschichte.

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